© Rainer Lück

 

Dienstag, 4. Juli 2017, 19 Uhr
In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg
Das Philosophische Café Extra.
Die Abenteuer des Denkens
Gast: Peter Sloterdijk
Gastgeber: Reinhard Kahl.
Eintritt: 18,- / erm. 14,-
Mit freundlicher Unterstützung der Udo Keller Stiftung Forum Humanum

Anzahl:  


»Apokalyptik ist die religiöse Form der Weltpreisgabe, wie sie allein in einer Lage entstehen konnte, in der sich die Einzelnen und Gruppen nur als ohnmächtige Zuschauer von Machtkämpfen zwischen überlegenen Gewalten empfanden.«
(Peter Sloterdijk)

Eine Woche nachdem Peter Sloterdijk seinen 70. Geburtstag gefeiert haben wird, kommt er ins Philosophische Café, dessen Gast er nicht zum ersten Mal ist. Das ist ein Grund zum Rückblick auf ein Werk, das seit der 1983 erschienenen »Kritik der zynischen Vernunft« immer anregte, erregte und zuweilen auch irritierte. Sein amerikanischer Verlag, die MIT Press, attestiert ihm »auf der Weltbühne der Philosophie nach Nietzsche und Heidegger den bedeutendsten deutschen Beitrag«. Aber mit 70 ist er längst noch nicht im Papstalter. Zum Rückblick kommt der Ausblick. »Von Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben« heißt das Symposion, das Ende Juni zu seinem Geburtstag in Karlsruhe veranstaltet werden wird.

Auch in dunklen Zeiten ist die Zukunft keineswegs vorbei, selbst wenn derzeit viele lieber in den Rückspiegel gucken, während sie ungebremst nach vorne rasen. Wie wäre es mit einem Blickwechsel und mit Tempodrosselung? Denken bedeutet innezuhalten und sich umzusehen. Es macht Freude und verschafft Vorfreude – trotz alledem und alledem. »Der Beseelung der Maschine entspricht strikt proportional die Entseelung des Menschen.«