© Sauerbruch Hutton - "Woodie"

Vortragsreihe der Hamburgischen Architektenkammer
Zuhause im 21. Jahrhundert. Innovative und kostengünstige Wohnbauten

Nicht nur für einkommensschwache Haushalte, sondern auch für Angehörige der Mittelschicht ist es schwierig geworden, in Städten bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Wohnungsfrage ist mit aller Macht zurückgekehrt und bildet eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Doch ist es allein mit der Schaffung erschwinglicher Wohnungen getan? Gesellschaftliche Veränderungen, verbunden mit einer Vielfalt neuer Lebensmodelle und –stile, schaffen neue, beständig wechselnde Erwartungen und Anforderungen an den Wohnungsbau.

Die Hamburgische Architektenkammer möchte mit dieser Veranstaltungsreihe neue wegweisende planerische und gestalterische Ansätze für einen zugleich kostengünstigen und innovativen Wohnungsbau aufzeigen und zur Diskussion stellen. An vier Terminen im Februar und März werden insgesamt sieben Architektinnen und Architekten aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland jeweils ein Projekt und seine spezifischen Rahmenbedingungen vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

Mittwoch, 7. Februar 2018, 19 Uhr
Müller Sigrist (Zürich): Kalkbreite, Wohn- und Gewerbesiedlung in Zürich.
Referent: Pascal Müller (Geschäftsleiter)
Kempe Thill (Rotterdam): HipHouse, Apartmenthaus mit 64 Sozialwohnungen in Zwolle.
Referent: Oliver Thill (Partner)
Eintritt: 4,- / erm. 2,-

Statement der Architekten:
„Die Wohn- und Gewerbesiedlung Kalkbreite in Zürich vereint mit einer Tramhalle, Läden, Kino, Büro und Wohnungen die unterschiedlichsten Nutzungen in einem einzigen Stadtbaustein und hat Vorbildcharakter für das genossenschaftliche Wohnen in der Stadt Zürich.“

Statement der Architekten:
„Das Hiphouse in Zwolle besticht durch sein erstaunliches Preis-Qualitäts-Verhältnis. Durch radikale Thematisierung der Bausystematik wurde es möglich, im sozialen Wohnungsbau Loftwohnungen anzubieten und die Erschließung auch bewusst räumlich zu gestalten. In diesem Sinne ist das Projekt ein gutes Vorbild für die Emanzipation des Sozialwohnbaus.“

Anzahl:  


Montag, 19. Februar 2018, 19 Uhr
Baumschlager Eberle (Berlin): Standardtypenhaus Baumschlager Eberle und Typenbau-Projekt der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Berlin.
Referent: Prof. Gerd Jaeger (Geschäftsleiter Büro Berlin)
Eintritt: 4,- / erm. 2,-

Statement der Architekten:
„Die Platte wurde einfach modular aufgesetzt und gebaut. Wir bauen Häuser und haben den Anspruch, Adressen zu schaffen. Wir sagen, dass 20 Nutzungseinheiten an einem Eingang genug sind im Hinblick auf Identität und Überschaubarkeit.“

Anzahl:  


Dienstag, 27. Februar 2018, 19 Uhr
Dietmar Feichtinger Architectes (Wien): Eurogate, 824 Wohnungen in Passivhaus-Bauweise in Wien Referent: Dietmar Feichtinger (Inhaber)
SUPERBLOCK Ziviltechniker GmbH (Wien): wohnen mit scharf!, gefördertes Wohnhaus mit 51 Wohnungen in Wien. Referent: Christoph Mörkl (Gesellschafter)
Eintritt: 4,- / erm. 2,-

Statement der Architekten:
„Die Durchgänge zwischen der Aspangstraße und dem südlichen Grünraumgebiet bestimmen die Erschließungsstruktur. Ergänzend folgen an der Nordseite der Zeilen die Fußwege, die die Passagen mit den Stiegen und den Wohnungen im Erdgeschoß verbindet. Raumhohe Verglasungen und umlaufende Loggien ermöglichen den direkten Bezug nach außen. Fast allen Wohnbereichen ist ein eigener Außenbereich zugeordnet, der über geschoßhohe Türelemente erreichbar ist. Die Wohnungstypologie ist vielfältig, wobei auf die Gleichwertigkeit der einzelnen Wohnungen besonderer Wert gelegt wurde. Baukonstruktiv sind die Häuser typisiert, was den Einsatz von Fertigteilen und eine wirtschaftliche Herstellung ermöglicht. Minimierte Spannweiten der Decken ermöglichen ökonomische Geschoßhöhen. Hohe Grundrissflexibilität gewährleistet maximalen Spielraum bei erforderlichen Umbauten und Wohnungszusammenlegungen.“

Statement der Architekten:
„Wohnen mit scharf! - Das Haus für Individualisten. Wohnen mit scharf bietet kostengünstige Wohnungen in zentrumsnaher Lage mit unterschiedlichsten Grundrissen, die auch für junge Menschen leistbar sind. Die Architektur des Hauses bietet Identität und Raum, der eine informelle Nachbarschaft ermöglicht.“

Anzahl:  


Mittwoch, 7. März 2018, 19 Uhr
Sauerbruch Hutton (Berlin): Woodie, Studentenwohnheim in Holzmodulbauweise, Hamburg
Referent: n.n.
BKK-3 Architektur ZT GmbH (Wien): Vorgartenstraße, Wohngebäude mit 175 Wohneinheiten und 199 Wohnheimplätzen in Wien
Referent: Franz Sumnitsch (Geschäftsführer)
Eintritt: 4,- / erm. 2,-

Statement der Architekten:
„Das derzeit weltweit größte Wohnbauprojekt in Holz-Modulbauweise ist Teil des neuen Wohnquartiers im Stadtteil Wilhelmsburg, das an den experimentellen Charakter der IBA 2013 anknüpft und sich den Grundsätzen des Universal Designs verschreibt: nachhaltig, einfach, inklusiv. Das Erdgeschoss mit Räumen für Gemeinschaft und Gastronomie sowie die drei Erschließungskerne sind in konventioneller Stahlbetonbauweise ausgeführt. Darüber sind zu 5 bzw. 6 Obergeschossen die 371 Wohnmodule gestapelt, welche inklusive ihrer Einbauten komplett aus Vollholz vorgefertigt wurden.“

Statement der Architekten:
„Bonsai - Das Große im Kleinen sehen! Oder: Wie eine japanische Kunstform den Wohnbau beeinflussen kann. Überlegungen zu kompakten Grundrissen um Innen und Außen im Einklang zu bringen.“

Anzahl: