Montag, 8. Dezember 2003, 19.30 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung "Beckett in Hamburg - 1936"
BECKETT ZU EHREN - EINE LESUNG AUS SEINEN WERKEN
Burghart Klaußner, Fritz Lichtenhahn, Susanne Wolff
Eintritt: € 6,00 / erm. € 4,00

Seit dem 24. November zeigt die Freie Akademie der Künste mit großem Erfolg die dokumentarische Ausstellung Beckett in Hamburg - 1936.
Sie dokumentiert anhand der jüngst erstmalig erschienenen german diaries mit zahlreichen Exponaten, u. a. Gemälden und Grafiken, Fotografien, Autographen, historischen Zeitungs- und anderen Artikeln und den Aufenthalt des Dichters in Hamburg, der ersten Station seiner Deutschlandreise im Jahr 1936, und stellt das hier Erlebte in Beziehung zu seinem späteren Werk.
Vor dem Hintergrund der Ausstellung lesen am kommenden Montag prominente Schauspieler -Mitglieder der Akademie- Beckett-Texte. Neben dem berühmten Monolog des Wladimir aus Warten auf Godot, vorgetragen von Fritz Lichtenhahn, werden Susanne Wolff und Burghart Klaußner Passagen aus Schluß jetzt, Gesellschaft, dem Roman Watt, Rockaby und frühe Gedichte Becketts lesen.


Susanne Wolff, 1973 in Bielefeld geboren und aufgewachsen, studierte zunächst Literaturwissenschaften, Geschichte und Philosophie in ihrer Heimatstadt. Abschluss des Schauspielstudiums 1998 an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Bereits während des Studiums Rollen im Staatsschauspiel Hannover, u. a. in Andreas Kriegenburgs Inszenierung des "Marat/Sade" von Peter Weiss. Debüt in Jürgen Flimms Inszenierung von Skakespeares "Wie es euch gefällt" bei den Schwetzinger Festspielen und am Thalia Theater. Hier gehört sie seit Beginn der Spielzeit 1998/99 fest zum Ensemble. Rollen u. a.: Eve in Heinrich von Kleists "Der zerbrochene Krug", Ricarda in "Der Kuß des Vergessens" von Botho Strauß (Regie Nicolai Sykosch). Boy-Gobert-Preis 1999.

Fritz Lichtenhahn arbeitete nach einer großartigen Theaterlaufbahn, deren ersten Höhepunkt die zehnjährige Zugehörigkeit zum Bochumer Schauspielhaus unter Hans Schalla markierte, am Hamburger Schauspielhaus. Nächste Station: Schillertheater in Berlin. Zwischenstationen in Stuttgart und Zürich. Ab 1987 Engagement am Thalia Theater - zehn Jahre eines der prominenten Mitglieder des Hauses. 1998 beendete er (zunächst?) mit der Uraufführung von Thomas Hürlimann "Das Lied der Heimat", wo er den "Gottfried Keller" spielte, seine Bühnenlaufbahn. 2000/2001 spielte er in Dieter Wedels Sechsteiler "Die Affäre Semmeling" im ZDF den "Bruno Semmeling", eine Figur, die 1971 in dem Dreiteiler "Einmal im Leben" seinen Durchbruch auch im Fernsehen zur Folge hatte. Etliche wichtige Film- und Fernsehrollen.

Burghart Klaußner wurde 1949 in Berlin geboren und lebt seit 23 Jahren in Hamburg. 1961 Übersiedelung nach München, dort 1969 Abitur. Studienbeginn an der FU Berlin in Theaterwissenschaften und Germanistik. Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Erste Theaterarbeit 1971 ("Pinkville" von Tabori). Während der Intendanz von Niels-Peter Rudolph war er sechs Jahre Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus. Danach arbeitete er freischaffend, gelegentlich am Schauspielhaus, aber auch z. B. in Bochum oder Zürich. Von Klaußners zahlreichen Auftritten in Film und Fernsehen seien hier nur erwähnt: "23", "Crazy", "Rossini", "Kinderspiele" und "Good Bye Lenin". Auswahl wesentlicher Theaterrollen: Brackenburg ("Egmont"), Pater Lorenzo ("Romeo und Julia"), Mccheath ("Dreigroschenoper"), Alceste ("Der Menschenfeind").