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Montag, 19. März
2007, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
Konstruktion und Deutung
Volkwin Marg, gmp
Es spricht: Robert Leicht, Die ZEIT, Hamburg
Geöffnet bis 28. Mai 2007, Di. - So. 11 bis 18 Uhr
Zur Ausstellung
ist ein Katalog erhältlich: € 10,-
Eintritt zur Eröffnung frei, danach
: € 2,50 / erm. € 1,50
Führungen durch Volkwin Marg während
der Langen Nacht der Museen am 5. Mai 2007 - 
Seit der Antike waren Technik (gr.
"techne") und Kunst (dts. können) begrifflich nahe Verwandte,
und meinten die gleiche Kunstfertigkeit. Ob römisches Pantheon, gotische
Kathedrale, Renaissancekuppel oder Barockbrücke, Technik und Kunst
inszenierten baulich stets gemeinsam ein Gesamtkunstwerk. Die kulturelle
Lücke zwischen rational fortschreitender Technik und emotional nachfolgender
Kunst tat sich erst seit dem beschleunigten Bewusstseinswandel infolge
der industriellen Revolution auf. Seither zeigen die Baukunst wie auch
ihre Baumeister ein Janusgesicht, einerseits das des Ingenieurs für
das zu erfindende "Ingenieurkunstbauwerk", andererseits das
des Architekten für die deutende Architektur-Inszenierung.
Daran hat auch der kulturrevolutionäre
Sturm vieler Architektenavantgarden im 20. Jahrhundert zur Eroberung der
Technik nichts Wesentliches geändert. Sie agierten wie deutende Astrologen,
die ihre ästhetischen Elfenbeintürme verlassen, um die Sternwarten
ingenieuser Astronomen zu besetzen. Das taten sie allerdings weniger,
um die Synthese mit der Technik (seinerzeit z.B. Dampfer, Maschinen oder
Konstruktionen) zu suchen, sondern viel mehr, um aktuelle Objekte für
ihre ungeschmälerte Deutungslust zu gewinnen. Seit dem frühen
Konstruktivismus und dem späten Dekonstruktivismus hat sich an dieser
Manier wenig geändert.
Volkwin Marg sucht ungeachtet solcher Tendenzen
wirkliche Synthesen von Kunst und Technik für architektonische Inszenierungen.
Die gilt auch für so genannte "Ingenieurkunstbauwerke",
seien dies Brücken, Türme, Hallen, Arenen oder Stadien.
Die in der Ausstellung als Projekte oder
Bauten präsentierten Beispiele - Olympiastadion Berlin, Nationalstadion
Peking, China, Neue Messe Leipzig, Messe Rimini, Brücke Kiel Hörn,
u.a. - vereinigen die beiden Seiten der gleichen Medaille, die den Dialog
zwischen deutender Formsetzung und ableitender Formfindung zur Einheit
der Baukunst verschmilzt. Die Sinngebung für konstruktive Logik mit
neuesten technischen Möglichkeiten erwächst im offenen Disput
zwischen Architekt und Ingenieur als gleiche Partner. Die Sinngebung für
konstruktive Logik mit neuesten technischen Möglichkeiten erwächst
im offenen Disput zwischen Architekt und Ingenieur als gleiche Partner.
Vortragsveranstaltungen im Rahmen
der Ausstellung:
Mittwoch,
18. April 2007, 19 Uhr
Jörg Schlaich,
Stuttgart: Architekt und Ingenieur - Wie
wir zusammenarbeiten.
Einführung: Volkwin Marg
Mittwoch,
25. April 2007, 19 Uhr
Stefan Polonyi,
Köln: Ästhetik der Tragkonstruktionen
Mittwoch,
2. Mai 2007, 19 Uhr
Werner Sobek,
Stuttgart: Welche Wege, welche Ziele?
Eintritt jeweils € 3,-
/ erm. € 2,-
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