Montag, 29. März
2009, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
Kinetik aus eigenem Atem
Kinetische Skulpturen von
Günter Haese
Begrüßung: Armin Sandig
Einführung: Heinz Spielmann
Geöffnet bis zum 9. Mai 2010, Di.
- So. 11 bis 18 Uhr
Eintritt zur Eröffnung frei, danach : €
2,50 / erm. € 1,50
Mit mehr als 20 Arbeiten wird ein repräsentativer Blick auf das umfangreiche
künstlerische Werk des in Düsseldorf lebenden Bildhauers Günter Haese in
den Räumen der Freien Akademie ermöglicht.
Der in Kiel geborene Günter Haese ging nach dem zweiten Weltkrieg
zum Studium der Malerei an die Kunstakademie Düsseldorf. Nach
einigen Semestern wechselte er in die Bildhauerklasse von Ewald
Mataré, traf dort auf Komilitonen wie Erwin Heerich und Joseph Beuys
und half bei der Ausführung umfangreicher Aufträge des Meisters.
In den frühen 60er Jahren fand Günter Haese seinen eigenen Weg. Die
Entdeckung des Messingdrahtes als ureigenes Material führte zur
Erfindung bisher ungeahnter Körper von filigraner Feinheit und
Transparenz, in denen Haese Leichtigkeit mit sparsamster Statik und
einer weiteren Eigenschaft, nämlich Beweglichkeit, zu einer
irritierenden Lebendigkeit vereint.
Eine absolut eigene Form der Metallplastik und der Kinetik in der
Bildenden Kunst ist durch Günter Haese entstanden und ist von ihm in über 45 Jahren einerseits spielerisch andererseits systematisch in
stupenden Körpern von unglaublichem Erfindungsreichtum formuliert
worden.
Bereits früh wurden seine Arbeiten
in Einzelausstellungen im Guggenheim Museum und im Museum of
Modern Art in New York gezeigt. Auf den Biennalen von Venedig
und Sao Paolo war er ebenso wie auf der Documenta in Kassel vertreten.
Die Auswahl der in der Freien Akademie der Künste in Hamburg
gezeigten Arbeiten wurde vom Künstler selbst getroffen und umfasst all seine Schaffensperioden seit mehr als 45 Jahren. Die Arbeiten stammen zum großen Teil aus dem eigenen Bestand Haeses,
ergänzt um einige Leihgaben aus Privatbesitz.
Günter Haese ist seit 1997 Mitglied der Freien Akademie der Künste in
Hamburg.
Günter Haese
1924 in Kiel geboren
1942-45 Soldat
1948-49 Besuch der privaten Kunstschule auf dem Steinberg in Plön/Holstein
1950-57 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Bruno Goller und
ab 1951 bei Ewald Mataré
1956 Meisterschüler von Ewald Mataré
1958 als freischaffender Künstler in Düsseldorf tätig
1963 Beteiligung an einer Ausstellung des Kunstpreises Junger Westen in
Recklinghausen
1964 Ulm, Museum,
München, Galerie Stangl,
New York, Museum of Modern Art,
Kassel, Documenta 3
1965 London, Marlborough Fine Art Ltd.
1966 Venedig, XXXIII Biennale, Deutscher Pavillon,
Erster Preis der David E. Bright Foundation, Biennale von Venedig
1967 Düsseldorf, Kunsthalle
Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf,
Preis der Solomon R. Guggenheim Foundation, New York
1969 Sao Paolo, X Bienal
1972 Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe,
Rotterdam, Museum Boymans-van Beuningen
1974 München, Staatsgalerie Moderner Kunst
1975 Madrid, Biblioteca Nacional,
New York, Marlborough Gallery Inc.
1978 Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein,
Lübeck, Overbeck-Gesellschaft
1979 Mannheim, Kunstverein,
Nürnberg, Albrecht-Dürer-Gesellschaft im Germanischen Nationalmuseum
1982 Hannover, Kestner-Gesellschaft
1984 Bottrop, Quadrat-Moderne Galerie
1985 Berlin, Nationalgalerie, Kunst in der Bundesrepublik Deutschland 1945-84
1986 Zürich, Galerie Lopes
1992 und öfter, Galerie Sfeir-Semler, Kiel, später Hamburg und Beirut
1994 Kiel, Kunsthalle,
Professur des Landes Schleswig-Holstein
2002 Kunstpreis der Schleswig-Holsteinschen Wirtschaft, vergeben durch die
Dr. Dietrich Schulz-Stiftung,
Schleswig, Landesmuseum Schloss Gottorf, das Werkverzeichnis von Claudia,
Postel erscheint, herausgegeben von Prof. Dr. Herwig Guratzsch
2006 München, Gal.Thomas, Madrid, Galerie Elvira Gonzalez, Krefeld, Kunstverein.
Mit der Kölner Galerie Strack ist Günter Haese auf der Kunstmesse in Moskau.
2007 Paris, die Galerie Jeanne-Bucher zeigt Werke von G. Haese zusammen mit
H.Reichel. Die Skulpturensammlung Viersen erwirbt die erste Monumentalplastik
von Günter Haese, Optimus II
2008 Segovia, Museo de Arte Contemporáneo Esteban Vicente, Gruppenausstellung
Fragil