Montag, 5. Februar 2007, 19.30 Uhr 'Was immer er anschaut, kann zum Gedicht werden' schrieb einst die FAZ.
Günter Kunert gilt seit langem als einer der wichtigsten Lyriker
deutscher Sprache. |
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Günter Kunert wurde 1929 in Berlin geboren. Er studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin. 1947 veröffentlichte er erste satirische Gedichte und Kurzgeschichten. Er wurde beeinflusst von J. R. Becher und B. Brecht, den er Anfang der Fünfzigerjahre kennenlernte. Entdeckt wurde Günter Kunert Ende von Bertolt Brecht und Johannes R. Becher. In den Sechziger- und Siebzigerjahren gehörte er in der DDR zu den erfolgreichsten Künstlern. Auf Kino- und Fernsehfilmen, Radio-Features und Dokumentationen, aber vor allem auf Romanen, Erzählungen, Lyrik und Essays liegt das Hauptgewicht seines Schaffens. Er beschrieb u.a. die Spannungen und Konflikte innerhalb der realsozialistischen Gesellschaft und bekam in den sechziger Jahren zunehmend Schwierigkeiten mit dem Regime. 1979 siedelte er nach Westdeutschland über. Seit 1981 ist er Mitglied der deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Heute lebt der Schriftsteller bei Itzehoe. Günter Kunert veröffentlichte u.a. Gedichtbände, Romane, Essays, Erzählungen, Kinderbücher, Reise-Feuilletons: Unter diesem Himmel (1955) Im Namen der Hüte (1967) Unterwegs nach Utopia (1977) Diesseits des Erinnerns (1982) Der Sturz vom Sockel, Feststellungen und Widersprüche (1991) Erwachsenenspiele (1997).
