Kunst als Sinnstiftung ? Auf dem Weg in die Unsinnsgesellschaft
? Geht der Sinn stiften ?
Eine Reihe mit Vorträgen.
Selbst Fußballspiele, Boxkämpfe, Olympiaden müssen von gigantischen Shows und Sexy-Girlies umrahmt werden. Statt sich um ihre Werke zu sorgen, gieren viele Künstler nach medienwirksamen Sensationen. Skandal führt sicherer zum Erfolg als Substanz.
Auch die Theater steigen zunehmend auf Entertainment um. Ob Dante, Shakespeare oder Goethe, sie müssen (von PR-süchtigen Regisseuren) zum spektakulären Gaudium umfunktioniert werden. Wer die Frage nach Werktreue, Sinn und Substanz stellt, wird als Reaktionär verdächtigt.
Einen Jux wollen wir uns machen! Wo und wie immer und ohne Rücksicht auf Verluste. Ist uns denn der Ernst -der wahres Vergnügen erst ermöglicht- so völlig abhanden gekommen?
Befinden wir uns mit wachsender Geschwindigkeit auf dem Weg in die Unsinnsgesellschaft?
Diesen Fragen soll in einer Reihe von Vorträgen nachgegangen werden.
Vorträge in der Reihe:
Jochen Hörisch, Mannheim
Konsens oder Nonsens
22. März 2001
Jan Philipp Reemtsma, Hamburg:
"Was wird aus Hansens Garten? - Gedanken über den fortschreitenden
Verlust an Symbolisierungsfähigkeit"
14. Mai 2001
Frank Schirrmacher, Frankfurt
"Die Lesbarkeit des Menschen.
Die Bioethik und die Informationsindustrie - Der Beginn der 3. industriellen
Revolution"
18. Juni 2001
Günter Kunert
"Eine Flaschenpost"
17. September 2001
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Peter Fischer-Appelt
"Die Kunst: Verräterin an der Transzendenz Gottes?"
5. November 2001
Boris Groys, Wien
"Die Geburt des Autors"
am 3. Dezember 2001
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Norbert Bolz, Düsseldorf
"Sensemaking"
14. Januar 2002
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Hartmut Böhme, Berlin
Körper, Kunst und Konjunktur
4. Februar 2002
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Ulrich Wickert, Hamburg
"Glück ist flüchtig"
7. März 2002
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Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr.
Der Eintritt beträgt DM 12,-- / erm. DM 7,-- (€
6,14 / erm. € 3,58)
Ab 1. Januar 2002: € 6,-- / erm € 3,50