Montag, 11. Juni 2007, 19.30 Uhr |
Bereits vor drei Jahren begeisterten Christoph Bantzer und Susanne Wolff mit einer szenischen Lesung aus Kafkas Briefen an Milena.
Die beiden Ensemblemitglieder des Thalia-Theaters sind seit 1997 (Bantzer) bzw. 2002 (Wolff) auch Mitglieder der Sektion Darstellende Kunst der Akademie.
Am 1. Juni widmen sich die beiden Schauspieler zwei ihrer berühmtesten Akademiekollegen aus der Sektion Literatur: Günter Grass und Peter Rühmkorf.
In einem abwechslungsreichen Miteinander werden Gedichte und kurze Prosastücke -darunter den neusten Grass: "Dummer August"- der beiden Autoren zu hören sein.
Susanne Wolff gehört zu den auffälligsten
jüngeren Schauspielerinnen des Thalia Theaters. Schon während ihrer
Ausbildung in Hannover wurde man am dortigen Staatstheater unter Ulrich Khuon
auf sie aufmerksam: sie erarbeitete Rollen mit Kriegenburg, Wickert und Ostermaier.
Jürgen Flimm engagierte sie 1998 ans Thalia Theater, wo sie in seiner
Inszenierung von "Wie es Euch gefällt" debütierte. Eine
Fülle wichtiger Aufgaben folgte, die ihr die Chance gaben, eine verblüffende
Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen, in Stücken von Kleist, Botho
Strauß, Barlach, Reed/Wilson, Pinter, Wedekind, wieder Shakespeare und
Schiller. Susanne Wolff weckte sofort Aufmerksamkeit, der Boy-Gobert-Preis
fiel ihr 1999 gewissermaßen wie selbstverständlich zu: Ansporn
und Bestätigung ihres stetigen künstlerischen Wachstums. Sie ist
attraktiv, intelligent, bodenständig. Ihre Spielweise ist zupackend,
direkt, entschieden, klar. Auch dank inzwischen gut entwickelter technischer
Fähigkeiten, ihrer Erotik, ihres Humors erreicht sie - ohne spürbare
Anstrengung - Glaubwürdigkeit.
Christoph Bantzer wurde 1936 geboren. Er kam mit Jürgen Flimm 1985 wieder
nach Hamburg, nachdem er schon von 1972 bis 1980 am Deutschen Schauspielhaus
unter Ivan Nagel hier gearbeitet hatte. Bantzer ist Mitglied des Thalia-Ensembles
und seit 1997 Mitglied der Sektion Darstellende Kunst der Freien Akademie
der Künste in Hamburg. Christoph Bantzer ist ein Schauspieler, der nicht
nur durch seine besonderen Leistungen auf fast allen großen deutschsprachigen
Bühnen bekannt geworden ist, Fernsehen und Film gemacht hat - sondern
sich außergewöhnlich intensiv einsetzt für Projekte, die "Gattungsgrenzen"
überspringen, die Musik, Text und Schauspiel miteinander verbinden. Das
geht von Lesungen und Konzerten mit namhaften Dirigenten bis hin zur Hauptrolle
in Schönbergs "Moses und Aron".