Joseph Vogl (l., © Stephanie Kiwitt), Wolfgang Streeck (© Jürgen Bauer)

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19 Uhr
In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg
Das Philosophische Café Extra.
Schmerzlicher Zerfall oder ein Knall? Die Kapitalismuskrise
Gäste: Wolfgang Streeck und Joseph Vogl
Gastgeber: Reinhard Kahl
Eintritt: 14,- / erm. 10,-
Mit freundlicher Unterstützung der Udo Keller Stiftung Forum Humanum

 

»Der Kapitalismus hat einen Anfang und alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.« (Wolfgang Streeck)

»Märkte erzeugen eine intrazivilisatorische Wildnis.« (Joseph Vogl)

Vor drei Jahren erschien das viel beachtete Buch von Wolfgang Streeck, »Gekaufte Zeit – Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus« (Suhrkamp). Der emeritierte Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung stellte seine Thesen im Philosophischen Café vor. Wir vereinbarten, wieder zusammenzukommen. Was wird dann aus dem ständig Vertagten geworden sein? Viel beachtet wurde auch »Das Gespenst des Kapitals«, das sein Autor, der Literaturwissenschaftler Joseph Vogl ebenfalls im Philosophischen Café zur Diskussion gestellt hatte. Inzwischen ist sein Buch der »Der Souveränitätseffekt« erschienen (beide bei Diaphanes) und erregt wieder Aufsehen. Nun kommen beide Autoren zusammen, erstmals, und sind auch aufeinander neugierig. »Wir haben ein hohes Maß systemischer Instabilität«, argumentiert Streeck, »keiner weiß, wie es gehen soll.« So sicher es scheint, dass sich die Krise verstärkt, so unklar sind auch für Joseph Vogl die Lösungen. Viele Menschen halten sich deshalb Augen und Ohren zu und wollen nur irgendwie durchkommen. Das Philosophische Café will Augen und Ohren öffnen.