© Alberto Novelli - Villa Massimo

Mittwoch, 21. September 2016, 19 Uhr
In der Reihe "Schönheit ! - Was bedeutet sie - noch oder wieder - für die Künste?"
Im Rahmen des Harbourfront Literaturfestivals 2016
Jan Wagner
über das Schöne in der Poesie.
Eintritt: 12,- / erm. 8,-
Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg

Schönheit! Die Vorstellung, dass das Schöne seine Heimat in den Künsten finde, wirkt heute abgestanden und altmodisch. Der Siegeszug der Moderne hat das Brüchige, das Fragmentarische, zuweilen sogar das Hässliche zum Vorbild gemacht, und das Schöne scheint zum Kitsch abgesunken. Es überlebt in den farbenfrohen Bildern, wie man sie am Montmartre und in den Kaufhäusern sehen kann, oder in den sentimentalen Darbietungen volkstümlicher Sendungen und der Eurovision. Und doch ist Schönheit als Ideal aus den Künsten nicht verschwunden, und wäre es nur noch der Pol, von dem man sich abstößt.

„Schönheit!“, die neue Veranstaltungsreihe der Freien Akademie, will das Phänomen genauer betrachten und stellt die Frage, was Schönheit in den Künsten noch oder wieder bedeutet.
Die Reihe begann mit einem Gespräch zwischen den Komponisten Helmut Lachenmann und Manfred Stahnke, es folgten Vorträge von Jan-Philipp Reemtsma und dem Leipziger Maler Michael Triegel.
Der vierte Abend widmet sich einer künstlerischen Disziplin, die landläufig auch heute noch am ehesten mit dem Begriff der Schönheit in Verbindung gebracht wird: der Poesie. Und mit Jan Wagner kommt ein Lyriker zu Wort, auf dessen Thesen man durchaus neugierig sein darf.