© Foto: Jan Müller-Wieland

Freitag, 25. November 2016, 18:30 Uhr
Portraitkonzert zum 50. Geburtstag
Jan Müller-Wieland
Jan Philip Schulze, Klavier · Elisabeth Kufferath, Violine / Viola
spielen Werke von Müller-Wieland und Brahms
Eintritt: 12.- / erm. 8.-

Programm:

Jan Müller-Wieland:
„Himmelfahrt“ für Viola solo
(2002), Elisabeth Kufferath, Viola
„Klavierstück“
(1987), Jan Müller-Wieland, Klavier
„Libero, fragile für Violine solo“ (2002), Elisabeth Kufferath, Violine

Johannes Brahms
Sonate Nr. 1 für Klavier und Violine
G-Dur, op. 78
Vivace ma non troppo
Adagio-più andante-Adagio
Allegro molto moderato

(Elisabeth Kufferath, Violine · Jan Philip Schulze, Klavier)

Jan Müller-Wieland
- Uraufführung -
„Father Image für Violine und Klavier
(2016), Elisabeth Kufferath, Violine; Jan Philip Schulze, Klavier


Im Alter von zwanzig Jahren ging Jan Müller-Wieland nach Lübeck, um Kontrabass bei Willi Beyer und Komposition bei Friedhelm Döhl zu studieren. Als Dirigierassistent des Hochschulorchesters sammelte er erste praktische Erfahrungen. 1988 nahm Jan Müller-Wieland ein externes Kompositionsstudium in Köln und Rom bei Hans Werner Henze auf, was für seine spätere Laufbahn vor allem mit Blick auf seine Musiktheaterwerke prägend sein sollte. Zahlreiche Stipendien gaben ihm die Möglichkeit zu ausgedehnten Auslandsaufenthalten. Seit 1993 freischaffend in Berlin tätig, wurde er 2006 Dozent und 2007 Professor für Komposition an der Münchner Musikhochschule. Nur selten verzichtet Müller-Wieland auf die Kraft des Wortes und die latent szenische Vision. Seine Musik ist vielfach geprägt von schlagkräftiger, komplexer, auch jazzbeseelter Rhythmik. Mit unsentimentaler, expressiver Geste vermögen sich Lebenslust und doppelbödiger Humor wie auch Phantasmagorien der Zerstörung oder Konkretionen des Bösen zu artikulieren.

Im April 2009 ist Elisabeth Kufferath einem Ruf als Professorin für Violine an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover gefolgt. Zuvor war sie seit 2004 Professorin für Violine an der Hochschule für Musik Detmold und von 1997 bis 2004 eine Konzertmeisterin der Bamberger Symphoniker. Als Solistin trat Elisabeth Kufferath mit dem WDR-Sinfonieorchester unter Heinz Holliger, dem World Youth Symphony Orchestra unter Gerard Schwarz, dem Münchener Kammerorchester unter Christoph Poppen und dem Ensemble Oriol unter Marcus Creed auf. Sie war zu Gast bei den Berliner Festwochen, dem Luzern Festival, dem Rheingau Musikfestival, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Festival ‘Spannungen’ in Heimbach und dem Helsinki Festival. Elisabeth Kufferath ist seit seiner Gründung 1992 Mitglied im Tetzlaff Quartett, das bereits im Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam und in Paris, Brüssel, Helsinki, Rom und Florenz konzertiert hat. In der Saison 08/09 folgt das Debut in der Carnegie Hall in New York und in der Library of Congress in Washington DC. Zu ihren weiteren Kammermusikpartnern gehören Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Antje Weithaas, Isabelle Faust, Jens Peter Maintz und Paul Rivinius. Als Gastkonzertmeisterin mit Leitung wirkte sie bei der Deutschen Kammerphilharmonie, der Camerata Accademica Salzburg und dem Ensemble Resonanz. Neue Musik spielt eine grosse Rolle für Elisabeth Kufferath. So hob sie das ihr gewidmete Werk ‘Himmelfahrt’ für Viola sola von Jan Müller-Wieland beim Feldkirch Festival 2003 aus der Taufe. Zu ihrem Repertoire gehören auch die Sequenza VIII für Violine, die Bratschensequenza VI von Luciano Berio und Morton Feldman's The Viola in my Life.

Jan Philip Schulze erhielt seine pianistische Ausbildung an der Musikhochschule in München und am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium.
Als gefragter Liedbegleiter und Kammermusiker konzertiert er international mit Partnern wie Juliane Banse, Annette Dasch,  Rachel Harnisch, Dietrich Henschel, Jonas Kaufmann, Yves Savary, Robert Dean Smith und Violeta Urmana auf den  bedeutendsten Konzertpodien zwischen Concertgebouw Amsterdam, Théâtre de la Monnaie Brüssel,  Wigmore Hall London, in Madrid, Paris, Wien und Tokio, an der Mailänder Scala, auf den Festspielen von Luzern, Salzburg, Edinburgh, München und Schwarzenberg.
Gleichzeitig gilt Jan Philip Schulze als herausragender Interpret zeitgenössischer  Musik.
Seine Mitwirkung an zahlreichen Uraufführungen, die von der Fachpresse  als Referenzaufnahme hoch gelobte Einspielung von Hans Werner Henzes Klavierwerk sowie jüngst das  Debüt mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks  im Klavierkonzert Sinaphai von Iannis Xenakis dokumentieren sein besonderes Engagement.