© Thalia Theater / Armin Smailovic (l.) / Jürgen Bauer (r.)

Dienstag, 29. Oktober 2019, 19 Uhr
Die Familie
Andreas Maier stellt im Gespräch mit
Marina Galic seinen neuen Roman vor
Eintritt: 12,- / erm. 8,-

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„Die Familie“ ist der siebte Teil des Romanzyklus „Ortsumgehung“, an dem Andreas Maier seit 2009 arbeitet. Das Buch ist ein Senkblei in die Untiefen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Es beinhaltet aber auch eine überraschende Selbstrevidierung, die in den Satz mündet: „Wir sind die Kinder der Schweigekinder“.
Galic und Maier kennen sich seit Jahren. Sie werden über das Buch, über Maiers Romanzyklus, aber auch ihr Selbstverständnis als Künstler verschiedener Metiers und ihren gegenseitigen Blick aufeinander reden.

Andreas Maier wurde 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren. Er studierte Altphilologie, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und ist Doktor der Philosophie im Bereich Germanistik. Er lebte in Frankfurt, wechselweise in der Wetterau und in Südtirol und lebt heute in Hamburg. 2003 trat er die Mainzer, 2006 die Frankfurter Poetikdozentur an. 2007 hatte er die Poetikdozentur Junge Autoren der Fachhochschule Wiesbaden inne. Die Frankfurter Vorlesungen wurden unter dem Titel Ich (2006) veröffentlicht. Neben seinen Romanen äußert er sich immer wieder in Kolumnen, Artikeln, Essays und Vorlesungen.
Andreas Maier erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter den Autoren-Stipendium der Arno Schmidt Stiftung 2015, den Franz-Hessel-Preis 2012, den Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis 2011, den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2010, den Hugo-Ball-Preis 2010, den Robert-Gernhardt-Preis 2009, das Villa Massimo-Stipendium 2006, den Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg 2003 und den ZDF aspekte-Literaturpreis 2000.
Marina Galic besucht von 1994 bis 1998 die Otto-Falckenberg-Schule in München. Danach ist sie zunächst am Schauspielhaus in Zürich engagiert, spielt dann bei Thomas Ostermeier an der Baracke des Deutschen Theaters in Berlin und folgt ihm 1999 an die Schaubühne am Lehniner Platz. Dort bewegt sie sich in den Grenzbereichen Schauspiel und Tanz: Sie spielt unter anderem in “Vor langer Zeit im Mai” von Roland Schimmelpfennig in der Regie von Barbara Frey sowie in Luc Dunberrys Tanzstück “Seriously”. Daneben gastiert sie an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Brechts “Baal” von Thomas Bischoff, am Schauspiel Frankfurt in Sarah Kanes “4.48 Psychose” von der Choreographin Wanda Golonka und am Schauspielhaus Bochum in “Vier Bilder der Liebe” von Lukas Bärfuss in der Regie von Karin Henkel. Von 2002 bis 2009 ist sie am Bayerischen Staatsschauspiel in München engagiert und dort unter anderem als Recha in Lessings „Nathan der Weise“ (Regie: Elmar Goerden), als Goethes „Stella“ (Regie Florian Boesch) und in Brechts „Im Dickicht der Städte“ (Regie Tina Lanik) zu sehen. 2004 erhält sie den Förderpreis des Vereins der Freunde für Nachwuchsschauspieler, 2006 den Bayerischen Kunstförderpreis. Marina Galic ist festes Ensemblemitglied des Thalia Theaters.