Montag, 19 Oktober 2020, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
Holger Matthies
Trias
Eine fotografische Spätlese
Zur Eröffnung spricht
René Grohnert
(Leiter des Deutschen Plakatmuseums im Folkwang Museum Essen)
Geöffnet bis zum 20. Dezember 2020, dienstags bis sonntags, 10 bis 17 Uhr
Eintritt zur Eröffnung frei, danach 5,- / erm. 3,-


Aufgrund der Einschränkungen durch die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus dürfen wir nur einer begrenzten Anzahl von Gästen gleichzeitig Einlass zur Ausstellung gewähren. Längere Wartezeiten am Einlass sind daher nicht auszuschließen.

 

«Es begann, um der Wahrheit die Ehre zu geben, mit einem Zufall.

Nicht Planung, ein Konzept oder Versuchsanordnungen gingen der Themenfindung meiner Ausstellung voraus, nein, mein Verbündeter war der Zufall. Auch der Begriff Triade aus der antiken griechischen Philosophie, der eine Gruppe von drei aufeinander bezogenen Elementen, die zusammen eine Einheit bilden, bezeichnet, war nicht Impulsgeber zum Dreiklang, sondern die Durchsicht meines Fotoarchivs.

Drei Diapositive, die ungeordnet auf meinem Leuchttisch lagen, ergaben bei genauerem Hinsehen eine Ordnung - ein Ordnungsprinzip. Bei fortlaufender Recherche fand ich viele Fotos, die korrespondierende Botschaften auszutauschen schienen. Bilder, die durch inhaltliche Verknüpfungen dialogisierten.

Um aber vom Dialog zum Trialog zu kommen, mussten Bildsequenzen erweitert, neu gemischt, neu erdacht und ergänzt werden. Das erschien sinnvoll und bei plausibler Umsetzung sogar sinnlich. Fotos, die ursprünglich Wahrnehmungserleichterung für komplexe Sachverhalte und Erklärungsversuche für literarische Vorhaben waren, reduzierten sich nun, auf das „nackte Bild“. Nur im Austausch zu serieller Abfolge, im Dreisprung, konnten sie ein narratives Kollektiv bilden –
eine neue Erzählung vorstellen.

Dadurch war es folgerichtig, zu Platon und der griechischen Philosophie zurückzukommen und alsÜberschrift für die Ausstellung den Titel Trias zu wählen.

Dieses Konstrukt wird durch die Ausstellung führen, unterbrochen nur von großen Einzelbildern, die als Störer das Ordnungsprinzip durchbrechen.»

Holger Matthies