Montag, 11. April 2011, 19.30 Uhr
Portraitkonzert
Jörn Arnecke
Ensemble Klangvotum Hamburg (Carin Levine, Flöte; Nora Müller, Klarinette; Roswitha Killian, Bratsche; David Stromberg, Cello; Erik Higgins, Kontrabass)
Eintritt: 10,- / 8,- / Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.
Die Noten wurden freundlicherweise von den Sikorski Musikverlagen zur Verfügung gestellt!

Am 11. April setzt die Freie Akademie der Künste ihre Reihe mit „Portraitkonzerten“ fort. Im Zentrum steht diesmal der Komponist Jörn Arnecke.
Das musikalische Spektrum des Abends, der vom Ensemble Klangvotum des Hamburger Cellisten David Stromberg bestritten wird, reicht von frühen bis zu neuesten Kammermusikwerken des 38-Jährigen.
Arnecke hat als Hindemithpreisträger mit überregional beachteten Musiktheaterstücken von sich reden gemacht und war auch in Hamburg mit seinen „Kristallisationen“, uraufgeführt durch GMD Prof. Simone Young sehr erfolgreich.
Der Abend greift die Schönbergsche Tradition auf, ein Stück zweimal aufzuführen und dazwischen die Zuhörer im Gespräch zwischen Arnecke und seinem ehemaligen Lehrer Peter Michael Hamel vertiefend zu informieren über Haltung und Klangsprache des Komponisten.

Programm:

Berührungen für Bassflöte und Viola (2005)
Kreuzspiel
für Flöte solo (1996/97)
Dreifacher Klang für Violoncello solo (2004/06)
Fortschreitende Veränderung
für Bassklarinette, Viola, Violoncello und Kontrabass (’09-’10)
Berührungen für Bassflöte und Viola (2005)

Jörn Arnecke, *1973 in Hameln studierte Komposition und Musiktheorie bei Volkhardt Preuß und Peter Michael Hamel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Zuvor spielte er in der einzigen Zivildienst-Musikgruppe Deutschlands in München und hatte Kompositionsunterricht bei Wilfried Hiller. 1997/98 war er einer der letzten Schüler von Gérard Grisey am Pariser Conservatoire National Supérieur. 1997 Preisträger des Kompositionswettbewerbs der Freien und Hansestadt Hamburg zum Brahms-Jahr, 1998 Förderpreis des Göttinger Symphonie Orchesters, 1999 1. Preis bei einem Wettbewerb des Deutschen Tonkünstlerverbandes. Jörn Arnecke war Stipendiat der „Studienstiftung des deutschen Volkes“. Er schrieb Werke im Auftrag der Münchener Biennale, der Expo Hannover, der Tonhalle Düsseldorf und des Brucknerhauses Linz. Seit Oktober 2001 ist er Teilzeitprofessor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Die Freie und Hansestadt Hamburg verlieh ihm 2003 das Bach-Preis-Stipendium. Im gleichen Jahr erhielt der den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musikfestivals. 2007 war er Stipendiat an der Casa Baldi/Villa Massimo in Olevano Romano. Seit April 2009 lebt und arbeitet er am Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg.