Lluis Claret, Christiane Edinger, Klaus Hellwig. © Berlin Trio

Mittwoch, 22. April 2015, 19 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Berlin trio
Christiane Edinger, Violine, Klaus Hellwig, Klavier, Lluis Claret, Violoncello
spielt Werke von Friedhelm Döhl, Peter Michael Hamel, Mathias Husmann und Rainer Rubbert
Veranstaltungsort: Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz, 20099 Hamburg
Eintritt: 15,- / erm. 10,-

P R O G R A M M:

Rainer Rubbert:                Klaviertrio (2013)
Friedhelm Döhl:                Elegie. Fassung für Violine, Klavier und Violoncello (2014, UA) (Zum Abschied der Zeit)

Pause

Peter Michael Hamel:      Abgesang (2010)
Mathias Husmann:           Klaviertrio (1982/2002)

 

Das Berlin Trio mit Christiane Edinger Violine, Klaus Hellwig Klavier und Lluis Claret Violoncello musiziert seit 2007 zusammen und gab sein Debüt sehr erfolgreich in Los Angeles. Es folgten Konzerte u.a. in Berlin und eine Gastspielreise nach Korea.
Im September 2008 wurden für das Label Audite die Klaviertrios von Eduard Franck aufgenommen, welche im Frühjahr 2009 erschienen sind.

Christiane Edinger, Violine
Die Grundlagen für den hohen Standard ihrer Interpretationskunst und ihre Technik erlernte die in Potsdam geborene Geigerin an der Berliner Hochschule für Musik bei Professor Vittorio Brero. Später vervollkommnete sie ihre Ausbildung an der Juilliard School of Music in New York bei Joseph Fuchs und bei Nathan Milstein. Ihr breites Repertoire umfasst neben den Standardwerken auch weniger bekannte, zu Unrecht vernachlässigte Kompositionen aus verschiedenen musikgeschichtlichen Epochen vom Barock bis zur Gegenwart. Mit 19 Jahren spielte Christiane Edinger zum ersten Mal als Solistin mit den Berliner Philharmonikern, worauf zahlreiche Wiedereinladungen folgten. Dies war der Beginn ihrer Karriere, die sie an viele Plätze in Europa und Nordamerika führte, wie auch zu Konzertreisen nach Asien und Südamerika. Als Solistin konzertierte Christiane Edinger mit bedeutenden europäischen Orchestern, u.a. mit allen deutschen Rundfunkorchestern, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Symphonikern, der Niederländischen Radio Philharmonie, dem Residentie Orkest Den Haag, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra London, dem Hallé Symphony Orchestra Manchester, der Tschechischen Philharmonie Prag sowie den Rundfunkorchestern der RAI in Mailand, Turin und Rom. In den USA trat sie mit den Symphony Orchestras von Boston, Pittsburgh, New York, Milwaukee und dem Los Angeles Chamber Orchestra auf. Zu ihren Dirigenten gehörten u.a. Moshe Atzmon, Gary Bertini, Christoph Eschenbach, Leopold Hager, Othmar Mága, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Christof Prick, Wolfgang Sawallisch, Stanislaw Skrowaczewski, William Steinberg, Vaclav Neumann, Janos Ferencsik, Cristobal Halffter, Antoni Wit, Christian Thielemann und Lothar Zagrosek. In einem besonderen Projekt spielte die Violinistin mit dem Mozarteum Orchester im Salzburger Festspielhaus an drei aufeinander folgenden Tagen Violinkonzerte von K.A. Hartmann, B.A. Zimmermann und C. Saint-Saens. Christiane Edinger hat in Europa und Nordamerika in zahlreichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Ihre Schallplatteneinspielungen reichen von den kompletten Solowerken Bachs über die Werke der Klassik (u.a. die Violinkonzerte von Mozart und Beethoven) der Romantik (u.a. Mendelssohns Violinsonaten) bis hin zu Pendereckis erstem Violinkonzert, das sie unter der Leitung des Komponisten bereits zum zweiten Mal aufgenommen hat. Mit ihrem Streichquartett, dem Edinger Quartett, spielte sie Werke von Eduard Franck (1817-1893) auf CD ein. Diesem Komponisten besonders verbunden, folgten sein Violinkonzert gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken sowie dessen Violinsonaten zusammen mit dem Pianisten James Tocco beim Label Audite. Mit dem 2007 gegründeten Berlin Trio (Lluis Claret, Violoncello und Klaus Hellwig, Klavier) gastierte die Musikerin u.a. in Los Angeles und Seoul und veröffentlichte im Frühjahr 2009 bei Audite die Klaviertrios von Eduard Franck. In der aktuellen Saison wird die Geigerin mehrere Duo-Recitals mit Klaus Hellwig und als Solistin Konzerte mit der Slowakischen Philharmonie Bratislava geben. Seit 1994 hat Christiane Edinger eine Professur für Geige an der Musikhochschule Lübeck. Ihre künstlerischen Leistungen wurden mit dem Musikpreis der Stadt Berlin und dem Deutschen Kritikerpreis gewürdigt.

Klaus Hellwig, Klavier
Klaus Hellwig studierte bei Detlef Kraus in Essen, Pierre Sancan in Paris und erhielt prägende Anregungen in Kursen von Wilhelm Kempff und Guido Agosti. Nach Erfolgen bei internationalen Wettbewerben konzertierte Klaus Hellwig in den meisten europäischen Ländern einschließlich der ehemaligen Sowjetunion, seit 1973 auch regelmäßig in Nordamerika. Japan und andere fernöstliche Länder besucht er schon seit 1967. Später kamen der Nahe Osten, Brasilien und Australien hinzu. Klaus Hellwig spielte mit Orchestern wie dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, den Orchestern des Westdeutschen, des Norddeutschen und des Bayerischen Rundfunks und vielen anderen deutschen Orchestern. In Amerika konzertierte er unter vielen anderen mit den Orchestern von Baltimore und San Francisco, weiterhin spielte mit dem Radioorchester Budapest, der Philharmonia Hungaria, den Orchestern von Ljubljana und Zagreb, der Krakauer Philharmonie, diversen japanischen und koreanischen Orchestern und der Nationalphilharmonie Taiwan. Als Kammermusikpartner spielte er unter anderem mit den Bläsern der Berliner Philharmoniker, dem Philharmonischen Oktett, dem Cleveland Oktett, der Geiger Christiane Edinger und Young-Uck Kim sowie im Klavierduo von Mi-Joo Lee. Es liegen über 25 Schallplattenaufnahmen ein, die letzten Veröffentlichungen waren Solo-Werke von Franz-Xaver Mozart und Hummel (Koch) sowie die vier Klavierkonzerte von Carl Reinecke (cpo). Klaus Hellwig leitet eine Klavierklasse an der Universität der Künste Berlin, viele seiner Studenten wurden bei bedeutenden Wettbewerben ausgezeichnet (Königin Elisabeth Brüssel, Leeds, ARD-Wettberwerb München, Gina Bachauer, Busoni). Als Juror wird er regelmäßig zu zahlreichen Wettbewerben (ARD München, Tschaikowski Moskau, Leeds, Busoni, Dublin, Viotti/Vercelli, University of Maryland, Schumann Zwickau, Monza, Seregno, Valencia, Beethoven-Wettbewerb Wien, Sendai/Japan, Dong-A Wettbewerb Seoul, Deutscher Musikwettbewerb) eingeladen.

Lluis Claret, Violoncello
Lluis Claret wurde 1951 in Andorra geboren, wo seine musikalische Ausbildung im Alter von 9 Jahren begann. 1964 zog er nach Barcelona, erwarb sich einen guten Ruf am Konservatorium des Liberia und begann mit Pablos Casals Bruder, Enric Casals zu arbeiten. Obwohl dieser selbst kein Cellist war, wurde er doch über viele Jahre hinweg Lluis Clarets wichtigster Lehrer. Im Anschluss setzte er seine Studien in Frankreich fort bei Maurice Gendron, in Italien bei Radu Aldulescu und in den USA bei Eva Janzer, György Seböck und Bernhard Greenhouse. Nachdem er erste Plätzen bei zahlreichen internationalen Wettbewerben gewonnen hatte (1975 in Bologna, 1976 den Pablo Casals- und 1977 den Mstislaw Rostropowitsch- Wettberwerb), wurde er als Solist zu vielen Orchestern eingeladen: National Symphony Orchestra, Moscow Philharmonic, Orchestra National, Orchestra France, Englisch Chamber Orchestra, Hungaria Philharmonia und Czech Philharmonic. Er hat unter Dirigenten wie Pierre Boulez, Karl Münchinger, Dimitri Kitaienko, Sakari Oramo, Georges Malcom, Witold Lutoslawski, Vaclav Neumann und Mstislaw Rostropowitsch musiziert. Während seiner gesamten Karriere widmete er sich auch intensiv der Kammermusik. Er ist Gründungsmitglied des Trio de Barcelona und arbeitet häufig mit bekannten Musikern zusammen. Lluis Claret hat schon immer ein große Verantwortung gegenüber jungen Musiker empfunden und lehrte bzw. lehrt an Musikschulen und Hochschulen in Andorra, Barcelona, Toulouse und Bologna sowie bei den Musikfestivals von Vic, Banff und der Academie Ravel. Er ist außerdem regelmäßig Mitglied bei wichtigen internationalen Musikwettbewerben. Sein Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten und beinhaltet auch Erstaufführungen bzw. ihm gewidmete Werke u.a. von von Dutillieux, Lutoslawski, Boulez und Xenakis. Lluis Clarets Aufnahmen werden von harmonia mundi, Verso und Audite herausgegeben. Seine Diskographie umfasst die Cello-Suiten von Bach sowie Werke von Schumann, Strauss, Chopin, Schubert, Mendelssohn, Kolday, Beethoven, Dvorak sowie eine CD „Hommage á Pablo Casals" als persönliche Hommage an den großen katalanischen Cellisten.