Sonnabend, 16. Februar 2013, 19 Uhr
Eine Veranstaltung des Ensembles Neue Musik Zürich
CONCERTI I
Ensemble für Neue Musik Zürich: Hans-Peter Frehner/Flöte, Manfred Spitaler/Klarinette, Lorenz Haas/Schlagzeug, Viktor Müller/Klavier, Urs Bumbacher/Violine, Nicola Romanò/Violoncello, Sebastian Gottschick/Leitung/Umbaumusik.
Werke von Sascha Lino Lemke, Philippe Racine und Bruno Stöckli.
Eintritt: 12,- / erm. 8,-

 

Programm:
Sascha Lino Lemke „Concerto a sei“ (2012) UA
per violoncello concertante e cinque strumenti (für Nicola Romanò)

Sebastian Gottschick „Entreacte I“ (Umbaumusik)

Philippe Racine „En attendant l’aube“ (2012) UA
Concerto pour flûte et petit ensemble (für Hans-Peter Frehner)

Sebastian Gottschick „Entreacte II“(Umbaumusik)
nach der Fantazia Upon One Note von Henry Purcell

Bruno Stöckli „what/now/next“ (2012) UA
für Klarinette und kleines Ensemble (für Manfred Spitaler)

Sascha Lino Lemke
„Concerto a sei“
per violoncello concertante e cinque strumenti (2012)
Kompositionsauftrag des ensemble für neue musik zürich
Nicola Romanò gewidmet

I. Decadimento
II. Intonazione . Intermezzo
III. Capriccio luminoso
IV. Elegia - […la mort, Machaut…]
V. Toccata e Rondo - […la machine et la malherbe…]

SASCHA LINO LEMKE 1976 in Hamburg geboren. Studium in Musiktheorie, Komposition und Computermusik sowie Diplommusiklehrer an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, dem EULEC Lüneburg und dem Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris (CNSMDP); Kompositions- und Computermusikkursus des Institut de recherche et coordination acoustique/musique (IRCAM) in Paris. 

Lehrbeauftragter für Musiktheorie, Gehörbildung, Analyse und Multimedia an den Hochschulen in Hamburg und Lübeck. 

Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen: Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kranichsteiner Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse, Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg, Dresdner MusikStipendium, Saarbrücker Komponistenwerkstatt, 1. Preis der European Live-Electronic Competition der ECPNM, Stipendium der Bundeskulturstiftung bzw. der Academia tedesca/Villa Massimo für die Casa Baldi in Italien, Hindemith-Preis 2010. 

Auftragswerke/Aufführungen u.a. bei musica viva (München), Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater, Darmstädter Ferienkurse, Klangwerktage (Hamburg), IRCAM (Paris), ICMC (International Computer Music Conference), Festival musica (Strasbourg), Forum der Künste Hellerau, ZKM Karlsruhe, Gaudeamus Music Week (Amsterdam), Musica viva festival (Lissabon), Automn Festival (Talinn), Norddeutscher Rundfunk, Seoul International Computer Music Festival (SICMF), dem Shanghaier Frühlings-Festival und in den USA.

PHILIPPE RACINE (1958) studierte Musik in Basel und Paris und gehört zu den vielseitigsten Musikern seiner Generation. Als Flötist mit internationalem Ruf ist er nicht nur ein brillanter Interpret des traditionellen Repertoires, sondern ein leidenschaftlicher Verfechter der zeitgenössischen Musik. Philippe Racine konzertiert als Solist und Kammermusiker in ganz Europa, Kanada, den USA, Lateinamerika und im Mittleren Osten. Er ist Mitglied des Collegium Novum Zürich und unterrichtet eine Flötenklasse an der Musikhochschule dieser Stadt.
Anerkannt sind auch seine Qualitäten als Komponist. Sein Schaffen – in grosser musikalischer Vielfalt – geht von Kammermusik bis zu Solokonzerten mit Orchester. Man findet bei Philippe Racine Einflüsse von Charles Koechlin, bekannt für sein Verlangen nach Schönheit und Freiheit, aber auch eines Elliott Carter für die Schärfe seines musikalischen Denkens. Berühmte Solisten und Ensembles führen seine Werke auf. Erwähnt seien Brigitte Meyer, Eric Ferrand N’Kaoua, Ernesto Molinari, Ruben Drole, Edicson Ruiz, Ensemble Phoenix Basel, Basler Sinfonie-Orchester, Swiss Chamber Soloists, Collegium Novum Zürich. « Promenade », sein Konzert für Violine, gespielt vom französischen Solisten Raphaël Oleg, wurde am Lucerne Festival im September 2001 zu einem grossen Erfolg.

BRUNO STÖCKLI (1960) studierte am Konservatorium Zürich Horn, Klavier, Bratsche und absolvierte die Ausbildung zum Kapellmeister an der Musikhochschule Basel. Er studierte Komposition bei H. U. Lehmann und nahm an Kompositions-Workshops von Mauricio Kagel und Luciano Berio teil. Seit vielen Jahren arbeitet er mit dem ensemble für neue musik zürich und dem Ensemble Theater am Gleis TaG in Winterthur zusammen. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit leitet er das Orchester Burgdorf und unterrichtet an der alten und neuen Kantonsschule in Aarau. Diverse Konzertmitschnitte von Radio DRS II. Seine Werke sind bei der Schweizerischen Musikedition SME verlegt.

Der Dirigent, Komponist und Geiger/ Bratscher Sebastian Gottschick war von 1993 bis 2000 Künstlerischer Leiter des Ensemble Oriol Berlin und von 1994 bis 2003 Musikalischer Leiter der Neuen Opernbühne Berlin. Er arbeitete mit Ensembles zusammen wie dem Klangforum Wien, der Musikfabrik Köln und dem Ensemble Modern, den Rundfunkorchestern Frankfurt, Berlin, München und Stuttgart und gastierte u.a. am Theater Basel, am Teatro Sao Carlos Lissabon und am Teatro La Fenice Venedig. Seit 2005 ist er Musikalischer Leiter des ensemble für städtebewohner wien/ berlin.
Mit dem enmz verbindet ihn eine langjährige Freundschaft. Für das Ensemble schrieb er seine Partita (2009), das Ives-Songbook (seit 2006) und im letzten Jahr zusammen mit Christoph Coburger "Memento Mori, Ouvertüre für tote Schweizer". Er lebt in Köln und unterrichtet dort an der Hochschule für Musik.

ensemble für neue musik zürich (www.ensemble.ch)
Das 1985 als Sextett (fl,kl,perc,pf,vl,vc) gegründete ensemble für neue musik zürich widmet sich ausschliesslich dem zeitgenössischen Musikschaffen. Die Musiker planen und konzipieren ihre Programme in eigener Regie. Im Bedarfsfall wird die Stammformation um zusätzliche SängerInnen und InstrumentalistInnen erweitert. Jahrelange, kompromisslose und selbstbestimmte Arbeitsweise sowie eine unkonventionelle Programmgestaltung führte schliesslich zum Erfolg. Jedes Projekt, jede künstlerische Entscheidung und auch die finanziellen Vermarktungsrisiken werden von den Musikern gemeinsam getragen.
Zu den besonderen Anliegen des ensemble für neue musik zürich zählt die Förderung noch nicht etablierter, junger Komponistinnen und Komponisten aus dem In- und Ausland.
Von Komponistinnen und Komponisten aus mehr als 30 verschiedenen Ländern über 300 Uraufführungen von Werken, die grösstenteils im Auftrag des ensembles entstanden und diesem gewidmet sind, finden sich in den Programmen auch Komponistenporträts u.A. von George Crumb, Liza Lim, Noriko Hisada, Hanspeter Kyburz, Franz Furrer-Münch, Dieter Ammann, Johannes Harneit, Jochen Neurath, Elliott Carter, Ysang Yun, Hans Joachim Hespos, Bruno Stöckli, Lukas Langlotz etc. und weitere thematische Konzepte. Im Kunstkontext Konzerte in der Kunsthalle Zürich und u.a. Zusammenarbeit mit Peter Regli (www.realityhacking.com) und im Jazzbereich mit Lucas Niggli, Nik Bärtsch, Chris Wiesendanger und vielen andern. Zahlreiche CD-Produktionen und viele Radio-Aufnahmen bei DRSII, Radio Kiew, Radio Odessa, Hongkong RTHK, BR, WDR etc. Die folgende Komponistenporträts sind bei Hat Hut Records auf der Serie hat(now)ART als CD erhältlich: Liza Lim(148), Dieter Ammann (158), Noriko Hisada (163), George Crumb (166), Berio/Denissow (168) Hans-Peter Frehner (169), Women Composers (182) (www.hathut.com)

Das ensemble hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner „Theaterabteilung“ dieSZENEzürich über die Landesgrenzen hinaus mit Projekten von P.M.Davies („Mad Queen, mad King“), Daniel Mouthon („Finnabout“, „l’empire des choses“, „Ghostdriver“ und „Air à l’en verre“) einen Namen gemacht. Durch die erfolgreichen Zusammenarbeiten mit Joachim Schlömer („Höllenbild“), Herbert Wernicke („lustige Witwe“), Albrecht Hirche („Aufstand der Schwingbesen“), und Anna Viebrock (Geschwister Tanner) und vielen anderen haben sie modernes, zeitgemässes Musiktheater realisiert.
Das ensemble konzertiert erfolgreich in Europa, Zentralasien, China, Hongkong, Japan, Australien und wird an wichtige Festivals eingeladen.

Das Ensemble dankt für die großzügige Unterstützung: Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia, Stadt Luzern Fuka Fonds, Kanton Luzern, Landis&Gyr Stiftung, Aargauer Kuratorium, UBS Kulturstiftung, DRS 2