Freitag, 8. November 2013, 20 Uhr
In Kooperation mit Helmut Butzmann
Wer ist Georg Elser?
Die Höllenmaschine des Tischlers.
Die Geschichte des Hitler-Attentäters Georg Elser (1903-1945)
Vorgetragen von Jens Harzer und Helmut Butzmann
Eintritt: 5,- / erm 3,-. 

Georg Elser

Auf den Tag genau 74 Jahre nach dem Münchner Attentat vom 8. November 1939 erinnern Jens Harzer und Helmut Butzmann zum vierten Mal seit 2010 mit Lesung und Vortrag an dieses Ereignis. Sie erzählen aus den 1965 gefundenen Verhörprotokollen die Lebensgeschichte Georg Elsers, von der unglaublichen Vorbereitung des Attentats.
Parallel werden Vorbereitung und Durchführung des anderen großen Attentats auf Hitler, von Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 verübt, betrachtet. Wer heute vom „deutschen Widerstand“ spricht, meint Graf von Stauffenberg und seine Mitverschwörer, meint niemals Georg Elser.

Das Bild oben zeigt Georg Elser im November 1939, von der Gestapo gefoltert. Am 8. November 1939 explodierte seine im Münchner Bürgerbräukeller installierte Bombe – sie verfehlte Hitler und seine engsten Vertrauten um 13 Minuten.
Das Bild erschien im November 1939 in der nationalsozialistischen Presse unter Überschriften wie „Der gemeinste Verbrecher des Jahrhunderts“ (Hamburger Tageblatt) oder „Das gekaufte Werkzeug“ (Völkischer Beobachter).

Der Historiker Ian Kershaw schreibt über Elser: „Der Attentatsversuch war von einem einzelnen durchgeführt worden, einem ganz gewöhnlichen Deutschen, einem Mann aus der Arbeiterklasse, der ohne Hilfe oder das Wissen von irgend jemand anderem handelte. Wo Generäle gezögert hatten, unternahm er den Versuch, Hitler in die Luft zu sprengen, um Deutschland und Europa eine noch größere Katastrophe zu ersparen.“

Jens Harzer, Schauspieler am Thalia Theater in Hamburg und Mitglied der Freien Akademie der Künste gehörte 16 Jahre lang zum Ensemble der Münchner Kammerspiele und dem Bayerischen Staatsschauspiel München. Er kannte die Geschichte Georg Elsers schon lange und war sofort bereit, diesen Abend zu bestreiten.
Seine Fähigkeit, das Protokoll des Verhörs Elsers zu einem unvergesslichen Text zu machen, gibt der Geschichte und dem Schicksal des „unbekannten“ Attentäters eine besondere Würde.