Dienstag, 13. April 2010, 19.30 Uhr
"erinnern"
Die Freie Akademie der Künste erinnert an die verstorbenen Komponisten und Akademiemitglieder
LIGETI, KLEBE, OTTE und STOCKHAUSEN

Volker Banfield, Klavier spielt Ligeti, Annette Töpel, Klavier spielt Klebe und Töpel, Peter Roggenkamp, Klavier spielt Otte und Stockhausen
Volker Banfield, Peter Michael Hamel und Michael Töpel erinnern mit Wortbeiträgen an die verstorbenen Komponisten
Eintritt: 8,- / erm. 5,-

Mit dem Klavierkonzert "Erinnern" gedenkt die Freie Akademie der Künste ihrer im vergangenen Jahrzehnt verstorbenen Komponisten György Ligeti, Karlheinz Stockhausen, Hans Otte und Giselher Klebe. Neben einer Auswahl aus ihren Werken, zum großen Teil von Akademiemitgliedern zu Gehör gebracht, erinnern Komponistenkollegen mit der Schilderung von Begegnungen und persönlichen Gedanken der Verstorbenen.

 

P R O G R A M M:
 
Volker Banfield spricht über György Ligeti (1923-2006)
Volker Banfield spielt aus den ihm gewidmeten Klavieretüden Ligetis.
 
Michael Töpel (Komponist und Lektor des Bärenreiter Verlages) spricht über Giselher Klebe (1925-2009)
Annette Töpel, Klavier : „Thema und 39 Variationen“ Op. 142 von Giselher Klebe, "Canzonetta für Giselher Klebe" von Michael Töpel (UA)

- Pause -

Peter Michael Hamel erinnert an Hans Otte (1926 - 2007) und Karlheinz Stockhausen (1928 - 2007)
Peter Roggenkamp, Klavier: Hans Otte : "Das Buch der Klänge" (1979 - 82) (Auswahl), Karlheinz Stockhausen: "Klavierstück IX" (1954/61)

 

Volker Banfield wurde bereits im Alter von 14 Jahren mit einem Stipendium des Bayerischen Staates an die Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold geschickt, mit 16 war er der einzige deutsche Preisträger im internationalen Wettbewerb der "Jeunesses Musicales" in Berlin. Mit einem Stipendium des DAAD ging er 1965 in die USA, studierte zunächst bei Adele Marcus an der Juilliard School in New York, später bei Leonard Shure an der University of Texas in Austin. Die von beiden Lehrern vermittelte Verbindung von deutscher Tradition der Schnabel-Schule und russischer Virtuosität hat ihn geprägt.  
Seit seiner Rückkehr in die Bundesrepublik hat Banfield in den grossen Musikzentren regelmässig konzertiert. Ausgedehnte Konzertreisen führten ihn in die UdSSR, die USA, alle Hauptstädte Hispano-Südamerikas, Iran und europäische Länder. Seine Auftritte bei großen Festivals (u.a. Berliner Festwochen, Donaueschinger Musiktage, Bonner Beethoven Fest, Warschauer Herbst, Wien Modern, Münchner Klaviersommer, Southbank Festival London, Biennale Zagreb) wurden von europäischen Rundfunkanstalten übertragen.
Banfield war Solist in Produktionen wie öffentlichen Konzerten mit den Sinfonieorchestern der folgenden Rundfunkstationen: WDR, SFB (RSO) Berlin, Saarländischer Rundfunk, NDR Hamburg und Hannover, Bayerischer Rundfunk, Südwestfunk, Rundfunkorchester Basel, BBC (London Sinfonietta), Kopenhagen, Ljubljana, KPFA (California), KUT (Texas), Estnischer Rundfunk Tallinn, RAI Milano, KBS Seoul (Korea) sowie Rundfunkstationen in Argentinien und Kolumbien. Neben seiner Konzerttätigkeit ist Banfield auch ein renommierter Pädagoge, war jahrzehntelang Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und ist gefragter Juror bei internationalen Wettbewerben.

 

Peter Roggenkamp (*1935) ist als Pianist und als Leiter von Meisterkursen in fast allen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Asien tätig geworden. Viele zeitgenössische Komponisten, darunter Dessau, Hespos, Kopelent, Lachenmann und Yun, vertrauten ihm Werke zur Uraufführung an.
Er ist als Herausgeber tätig (Breitkopf & Härtel, Universal Edition Wien) sowie als Mitarbeiter der Wiener Urtext Edition (Schumann, Brahms, Schönberg) und schreibt für Verlage z. B. Hans Schneider und Schott Musik International. Sein Buch "Schriftbild und Interpretation in Neuer Klaviermusik" erschien 1996 bei der Universal Edition Wien. 1973 wurde Roggenkamp in die Freie Akademie der Künste in Hamburg gewählt.

Annette Töpel begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Später erhielt sie auch Violin- und Cellounterricht. Sie studierte an der Musikhochschule Lübeck, erhielt das musikpädagogische und künstlerische Diplom. Annette Töpel nahm aktiv an Meisterkursen u.a. bei Peter Kamnitzer, Dinorah Varsi und Rudolf Buchbinder sowie bei Axel Bauni für Liedinterpretation teil. Intensive solistische und kammermusikalische Tätigkeit (in unterschiedlichen Besetzungen, u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen) führten sie z. B. zum Schleswig-Holstein Musikfestival, zum Bruckner-Fest, Linz und zum Carinthischen Sommer, Ossiach sowie nach Schweden, in die Schweiz und nach Polen. Tätigkeit als Autorin für Fingersätze für den Bärenreiter-Verlag, Kassel. Rundfunksendungen, CD-Produktionen mit Klaviersolowerken u. a. von Mozart, Beethoven und Schubert für die Label Thorofon und Musicaphon sowie für den Verlag Sikorski dokumentieren ihren künstlerischen Werdegang. Seit 1997 ist Annette Töpel Dozentin an der Musikakademie Kassel.