Freitag, 23. September 2011, 19.30 Uhr
Im Rahmen des Harbour Front Literaturfestival
Weißgott, was wir wohl, eh wir liebten, trieben?
Ulla Hahn im Gespräch mit Ulrich Greiner
über ihre liebsten Liebesgedichte
Eintritt: 10,- / erm. 7,-
Details Ulla Hahn hat nach ihrem ersten, berühmt gewordenen Lyrikbuch "Herz über Kopf" (1981) den Band "Liebesgedichte" (1993) geschrieben und gibt bei Reclam Liebesgedichte von Goethe, Heine und John Donne und anderen heraus. Soeben hat sie den Band "Wi(e)derworte" veröffentlicht, Antworten auf ihre frühen Gedichte. Mit dem Literaturkritiker Ulrich Greiner, von dem 2009 der "Lyrikverführer" erschienen ist, spricht sie über ihre liebsten Liebesgedichte und darüber, ob man verliebt sein sollte, um Liebesgedichte zu schreiben, oder lieber nicht.


Ulla Hahn wurde am 30.04.1946 in Brachthausen geboren. Sie absolvierte den Realschulabschluss, begann eine Bürolehre und holte 1964 das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach. Sie studierte danach in Köln Germanistik, Soziologie und Geschichte und wurde 1978 mit der Dissertation "Die Entwicklungstendenzen in der westdeutschen und sozialistischen Literatur der sechziger Jahre" zum Dr. phil. promoviert. Ulla Hahn hat als Journalistin, u.a. bei Radio Bremen, gearbeitet und war als Lehrbeauftragte an den Universitäten Hamburg, Bremen und Oldenburg tätig. 1970 veröffentlichte sie ihre ersten Gedichte, in den 80er Jahren folgten weitere Lyrikbände. Ihren ersten Roman brachte sie 1991 heraus, daraufhin folgten weitere Lyrikbände bis 2001 ihr zweiter Roman "Das verborgene Wort" erschien. 1994 übernahm Ulla Hahn eine Poetik-Professur an der Universität Heidelberg. Ulla Hahn hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Sie lebt zusammen mit dem früheren Ersten Bürgermeister Klaus von Dohnany in Hamburg.
Veröffentlichungen: Herz über Kopf (Gedichte; 1981), Spielende (Gedichte; 1983), Freudenfeuer (Gedichte; 1985), Unerhörte Nähe (Gedichte; 1988), Ein Mann im Haus (Roman; 1991), Liebesgedichte (1993), Epikurs Garten (Gedichte; 1995), Galileo und zwei Frauen (Gedichte; 1997), Gedichte fürs Gedächtnis (Ausgewählt und kommentiert,1999), Das verborgene Wort (Roman; 2001), Süßapfel rot (Gedichte; 2003), Unscharfe Bilder (Roman; 2003), So offen die Welt (Gedichte; 2004), Liebesarten (Erzählungen, 2006), Dichter in der Welt: Mein Schreiben und Lesen (2006), Aufbruch (2009).
Auszeichnungen: Leonce-und-Lena-Preis (1981), Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (1985), Roswitha-von-Gandersheim-Gedenkmedaille (1986), Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim (1987), Bundesverdienstkreuz am Bande (1990), Deutscher Bücherpreis (2002), Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis (2006), Hertha-Koenig-Literaturpreis (2006), Ida-Dehmel-Literaturpreis (2010).
 
Ulrich Greiner wurde 1945 in Offenbach geboren; Abitur am humanistischen Heinrich-von Gagern-Gymnasium in Frankfurt am Main; Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Frankfurt am Main und Tübingen; Förderung durch das Cusanuswerk; Staatsexamen 1970. 1970 bis 1980 Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit 1974 im Literaturressort der FAZ. 1980 Wechsel zum Feuilleton der ZEIT, 1986 bis 1995 Feuilletonchef der ZEIT, danach Kulturreporter; von 1998 bis März 2009 verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur in der ZEIT, seit April 2009 Herausgeber von ZEITLiteratur und Kulturreporter der ZEIT. Fellow am Center for European Studies der Harvard University in Cambridge (USA). Gastprofessor für Literaturkritik an den Universitäten Hamburg, Essen und Göttingen und an der Washington University in St. Louis (USA). Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Freien Akademie der Künste, Hamburg.
Bücher: Über Wolfgang Koeppen (Hrsg., Suhrkamp 1976); Der Tod des Nachsommers – Aufsätze, Kritiken, Porträts zur österreichischen Gegenwartsliteratur (Hanser 1979); Der Stand der Dinge – Kulturkritische Glossen und Essays (Piper 1987); Revision – Denker des 20. Jahrhunderts auf dem Prüfstand (Hrsg., Claassen 1993); Meine Jahre mit Helmut Kohl (Hrsg., Boltmann 1994); Gelobtes Land – Amerikanische Schriftsteller über Amerika (Rowohlt 1997); Mitten im Leben - Literatur und Kritik (Suhrkamp 2000); Ulrich Greiners Leseverführer – Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen schöner Literatur (C.H.Beck 2005); Ulrich Greiners Lyrikverführer – Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten (C.H.Beck 2009)