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Das Hamburger Holzbauforum 2014/15
Thema: Holz in Hamburgs aktuellen Bauaufgaben
Im vierten Jahr Holzbauforum Hamburg wollen wir konkreter werden: Welche Bauaufgaben stehen in Hamburg an und welche Chancen und Möglichkeiten kann der Holzbau bieten?
In jüngster Vergangenheit hat die IBA gezeigt, dass der Norden Deutschlands nicht der weiße Fleck auf der Holzbaulandkarte bleiben will: Viele Projekte wurden mit dem nachhaltigen Baustoff in unterschiedlichster Weise umgesetzt. Architekten, Fachplaner und Baubehörden sowie Holzbauunternehmen haben viel Erfahrung gesammelt und sind für weitere Bauaufgaben im urbanen Holzbau gerüstet. Es ist Zeit für ein erstes Resümee.
Neben dem immerwährenden Thema Wohnungsbau wird derzeit in Hamburg massiv im Schulbau investiert: ein ideales Feld, um die Vielschichtigkeit und die üblichen Vorteile des Holzbaus wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, Baugeschwindigkeit und hoher Vorfertigungsgrad auszuspielen. Wir möchten insbesondere den zuständigen Behörden die Vorzüge des Holzbaus darlegen und sind bemüht eine entsprechende Beteiligung an unserer diesjährigen Vortragsreihe zu ermöglichen.
Denn mit Gebäuden in Holzbauweise lassen sich zwei wichtige Aspekte modernen Bauens verbinden: Zum einen reduziert die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz den Energiebedarf für Herstellung, Transport, Montage und Entsorgung von Baukomponenten.
Daher spielt die Verwendung des Baustoffs Holz unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Zum anderen kann der Einsatz vorgefertigter und hoch wärmegedämmter Bauteile die Baukosten deutlich senken.
Dabei erweist sich als wichtigster Vorteil der einfach zu bewältigende Transport relativ leichter, weitgehend vorgefertigter Wände, Decken und Dächer. Bauteile aus Holz können mit einfachem Gerät auch in unzugängliche Bereiche bewegt werden. Die Schnelligkeit, mit der sie sich montieren lassen, stellt einen wichtigen Vorteil gegenüber anderen Bauweisen dar. Kurze Bauzeiten und damit eine geringstmögliche Störung im Stadtgefüge waren schon immer ein Faktor, der beim Bauen in der Enge der Stadt eine besondere Rolle spielte.
Das Holzbau-Forum möchte Architekten, Fachplaner wie auch interessierte Baufachleute, Institutionen und Bauherren an das Thema „Holzbau im städtischen Kontext“ heranführen und über die Vorteile für die damit verbundenen Bauaufgaben informieren. Die Veranstaltungsreihe soll den Dialog fördern und ein Netzwerk der Beteiligten entstehen lassen.
Veranstalter: Die Fachberater vom Holzbauzentrum Schleswig-Holstein, die Experten für nachhaltiges Bauen der ZEBAU GmbH, Dipl.-Ing. Martin Mohrmann vom Informationsdienst Holz / Informationsverein Holz e.V. und der Tragwerksplaner Dipl.-Ing. Henning Klattenhoff laden im Winterhalbjahr 2013/14 ein zu einer Vortagsreihe ausgewiesener Kompetenzträger aus der Planung und der Ausführung des Holzbaus.
Partner: Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe durch die Initiative „Arbeit und Klimaschutz“ der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg.


Mittwoch, 19. November 2014, 18:30 Uhr
Eine Veranstaltung des Holzbauzentrums S.-H., der ZEBAU GmbH und dem
Informationsdienst/Informationsverein Holz e.V. im Rahmen des Hamburger Holzbauforum 2014/2015
Holzbau macht Schule , Teil 1!

Registrierung 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr, Eintritt: 20,- Teilnahmebedingungen unter www.zebau.de
Da macht das Steuerzahlen wieder Spaß: Im Schulbau wird in diesen Jahren mehr investiert als in die Elbphilharmonie, die Kiez-Seilbahn und den A7-Deckel zusammen! Es geht um die Zukunft. Es geht um die Ausbildung unserer Kinder. Es geht aber auch um Entscheidungen für eine beispielhafte Baukultur von Seiten der Bauherrenvertreter, der Planer und der Bauunternehmen. Denn können Kinder lernen, dass Nachhaltigkeit wichtig ist, wenn sie in eine Schule gesteckt werden, die unter dem Motto gebaut wurde: „War das Billigste!“ oder „Haben wir schon immer so gemacht!“ oder „Keine Experimente, bitte!“?
Insbesondere im Schulbau geht es immer um ethische und gesellschaftliche Anforderungen und Ideen. Der Holzbau hat hier eine fast schon einmalige Chance seine Musterschülerqualitäten auszuspielen!

Dirk Landwehr, TRAPEZ ARCHITEKTUR Hamburg:"Auf festen Füßen – Holzkonstruktion im Schulbau am Beispiel der Grundschule Klein Flottbeker Weg"
Öffentliche Bauten von Universitäten, Schulzentren über Kindergärten bis zu Kirchen sind der Schwerpunkt des Büros Krug Grossmann Architekten aus München. Das Material Holz wird dabei nicht nur aus bautechnischen, sondern auch aus ökologischen und gesundheitlichen Aspekten gewählt. Prof. Jürgen Krug stellt aktuelle Holzbauprojekte im öffentlichen Raum mit dem Schwerpunkt Schulbau, einschließlich der Turnhallen, vor. Prof. Jürgen Krug ist seit vielen Jahren maßgeblich am Masterstudiengang Holzbau für Architekten an der Hochschule Rosenheim beteiligt.

Jürgen Krug, Krug Grossmann Architekten München:"Die Botschaft Holz als Miterzieher zu einer zukunftsorientierten ökologischen Verantwortung"
Öffentliche Bauten von Universitäten, Schulzentren über Kindergärten bis zu Kirchen sind der Schwerpunkt des Büros Krug Grossmann Architekten aus München. Das Material Holz wird dabei nicht nur aus bautechnischen, sondern auch aus ökologischen und gesundheitlichen Aspekten gewählt. Prof. Jürgen Krug stellt aktuelle Holzbauprojekte im öffentlichen Raum mit dem Schwerpunkt Schulbau, einschließlich der Turnhallen, vor. Prof. Jürgen Krug ist seit vielen Jahren maßgeblich am Masterstudiengang Holzbau für Architekten an der Hochschule Rosenheim beteiligt.


Mittwoch, 21. Januar 2015, 18:30 Uhr
Eine Veranstaltung des Holzbauzentrums S.-H., der ZEBAU GmbH und dem
Informationsdienst/Informationsverein Holz e.V. im Rahmen des Hamburger Holzbauforum 2014/2015
Holzbau macht Schule , Teil 2!

Registrierung 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr, Eintritt: 20,- Teilnahmebedingungen unter www.zebau.de
Die Aufgabenstellungen im Schulbau sind vielfältig: Es gibt hohe Anforderungen an Brand- und Schallschutz, Qualität und Betriebsfreundlichkeit. Dazu kommen Lösungen für Schwierigkeiten aus engen Bauterminen und Montagezeiten sowie beengten Bauverhältnissen vor Ort. Der Holzbau liefert zahllose Fassetten an Materialvielfalt und Konstruktionsweisen – insbesondere die Möglichkeiten der Vorfertigung durch Modul- und Elementbau prädestinieren ihn für eine Favoritenrolle im Schulbau.
Jan Christian Harms, Harms Holzbau Hamburg: "Schulbau günstig und direkt vom Holzbauer."
Die Aufgabenstellungen im Schulbau sind vielfältig: Es gibt hohe Anforderungen an Brand- und Schallschutz, Qualität und Betriebsfreundlichkeit. Dazu kommen Lösungen für Schwierigkeiten aus engen Bauterminen und Montagezeiten sowie beengten Bauverhältnissen vor Ort. Der Holzbau liefert zahllose Fassetten an Materialvielfalt und Konstruktionsweisen – insbesondere die Möglichkeiten der Vorfertigung durch Modul- und Elementbau prädestinieren ihn für eine Favoritenrolle im Schulbau.
Erhard Botta, werk.um architekten Darmstadt: "Holz sticht Stahl"
Die Darmstädter Architekten werk.um haben ein Holz-Modulbau-System entwickelt, das eine schnelle, flexible und nachhaltige Lösung bietet für Erweiterungs- und Ersatzbauten aus Holz: „mobi-space“ ist eine hochwertige und wirtschaftliche Alternative zu den üblicherweise oft eingesetzten Stahlcontainern und Raummodulen. Die Vorteile sind eine angenehme Lernatmosphäre,  gesundes Raumklima, schneller Aufbau, vielseitige Kombinierbarkeit, flexible Nutzung  und die Option mehrfachen Auf- und Abbaus.


Mittwoch, 25. Februar 2015, 18:30 Uhr
Eine Veranstaltung des Holzbauzentrums S.-H., der ZEBAU GmbH und dem
Informationsdienst/Informationsverein Holz e.V. im Rahmen des Hamburger Holzbauforum 2014/2015
Holzbau und Hamburg - Rückschau und Perspektiven!

Registrierung 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr, Eintritt: 20,- Teilnahmebedingungen unter www.zebau.de
Hamburg arbeitet daran, seinen Ruf loszuwerden, im Holzbau der weiße Fleck auf der Landkarte zu sein. Während in anderen großen Metropolen seit etwa 10 Jahren Erstaunliches im urbanen Bauen mit Holz passiert ist und eine Rekordmeldung über die erreichten Geschossigkeiten die andere jagt, blieb es in Hamburg lange Zeit still – bis die IBA kam und mit ihr eine einmalige Chance, die der Holzbau für sich nutzen konnte. Wie fällt die Beurteilung über das aus, was dort entstanden ist? Und wie wird das Verhältnis zwischen Hamburg und Holzbau in Zukunft gestaltet werden?
Ludger Dederich Bonn: " Zwei Jahre Holzbau in Hamburg und anderswo"
Ludger Dederich ist ein treuer Begleiter des Hamburger Holzbauforums und hat sowohl Anfang 2012 „Das Holz in der Stadt“ beim Hamburger Holzbauforum beleuchtet, als auch die Projekte der Internationalen Bauausstellung Hamburg im Jahre 2013 erläutert.
Was hat sich also in den letzten zwei Jahren im Windschatten der IBA und weiterer Projekte in Hamburg und im Norden getan und wie passt sich dies ein in den Kontext der Entwicklungen in Deutschland und Europa?
Marcus Pagels, Holzbau Pagels GmbH Bad Segeberg: " Case Study Hamburg – Projektvortrag und rückblickende Bewertung"
Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg 2013 wurde das Projekt CSH Case Study Hamburg als eines der „Smart Price Houses“ realisiert. Ausführender Betrieb war die Firma Holzbau Pagels. Marcus Pagels stellt das Projekt vor und schaut rückblickend auf die Erfahrungen aus Entwurf und Ausführung und welche Entwicklungen es seitdem gegeben hat.
Dr. Björn Dietrich, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg: " Mit Holzbau zu mehr Klimaschutz"
Auch Politik und Verwaltung haben die Effekte des Holzbaus und der nachwachsenden Baustoffe für den Klimaschutz erkannt hat und versuchen diese durch Regelungen und Förderungen zu unterstützen. Dr. Björn Dietrich als Leiter der Abteilung Energie an der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt stellt die aktuelle Situation dar.

Mittwoch, 29. April 2015, 18.30 Uhr
Eine Veranstaltung des Holzbauzentrums S.-H., der ZEBAU GmbH und dem
Informationsdienst/Informationsverein Holz e.V. im Rahmen des Hamburger Holzbauforum 2014/2015
Was Sie schon immer über Holz[Bau]Physik wissen wollten!
Registrierung 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr, Eintritt: 20,- Teilnahmebedingungen unter www.zebau.de
Der moderne Holzbau mit seinen teils hoch gedämmten Konstruktionen ist bauphysikalisch anspruchsvoll. Vielleicht wird er deshalb von vielen Architekten und Planern mit Argusaugen betrachtet - liegen doch die Vorlesung über die ungeliebte Bauphysik schon lange zurück und das notwendige Übel erledigt der Bauingenieur mit seinen formalen Nachweisen zum Wärme-und Feuchteschutz. Nun schreitet aber die technische Entwicklung - und insbesondere gilt dies für den Holzbau - rasch voran und bringt neuere Erkenntnisse eben auch aus der bauphysikalischen Ecke. Demgegenüber stehen so griffige wie weit verbreitete Faustformeln wie z.B. „innen dichter als außen“, mit denen Bauschaffende auf einfachste Weise dem komplexen Thema immer noch begegnet. Also – was gilt heute noch? Welche bauphysikalischen Prinzipien gelten für den Holzbau? Zwei Referenten aus dem Holzbau und der Bauphysik erläutern im Doppelpass aktuelle bauphysikalische Erkenntnisse und grundsätzliche Prinzipien im Holzbau.
Daniel Kehl, Büro für Holzbau und Bauphysik Leipzig, Martin Mohrmann, Sachverständigenbüro Holzbau und Holzschutz Kiel: Doppelstunde „Bauphysik im Holzbau“

  • Faustformel und Prinzipien – was gilt heute noch oder nicht mehr?
  • Was ist heute anders als „früher“? Aktuelle Randbedingungen
  • Was hat der „Kleinviehzuschlag“ mit U-Wert zu tun?
  • Luftdicht bauen – müssen wir das wirklich?
  • Feuchteschutz mit Austrocknungsreserven – die (un)planmäßige Feuchte
  • Wann geht Holz wirklich kaputt?
  • „Belüftung ist immer gut“
  • Wärmebrücken – ein akademisches Planspiel?
  • Sommerlicher Wärmeschutz – Klasse, Masse oder nichts von beidem?
  • Es gibt sie doch – die einfachen Lösungen: Konstruieren im Holzbau