Donnerstag, 6. November 2008, 19.30 Uhr
Rolf Hochhuth
präsentert sein soeben erschienenes Buch
Vorbeugehaft – Anekdoten, Gedichte, Szenen
Eintritt: 6,- / erm. 4,-

Rolf Hochhuth bleibt auch als Lyriker Hochhuth: Politik, Zeitgeschichte, Geschichte «als Potenzverschleiß» sind Themen, Zwischenrufe werden laut, argumentiert wird bisweilen auch ad personam. Manche Gedichte ersetzen das Tagebuch. Was der Tag bringt, findet poetische Form, wird begrüßt oder verworfen.
Die Lesung aus seinen kleinen, fast beiläufigen Arbeiten, den Anekdoten, Gedichten und Balladen, in denen er Historisches plausibel und prägnant erzählt, ist immer typisch Hochhuth.

Rolf Hochhuth, geboren 1931 in Eschwege, war Verlagslektor, als er 1959 während eines Rom-Aufenthalts sein erstes Drama «Der Stellvertreter» konzipierte. Dieses erregte nach seiner Uraufführung (1963 in Berlin von Erwin Piscator) weltweites Aufsehen. Seither hat Hochhuth wie kein zweiter ein untrügliches Gespür für die brennenden Themen der Zeit bewiesen. Er lebt als freier Schriftsteller in Basel und Berlin.
Ausgezeichnet wurde Hochhuth u.a. mit dem Kunstpreis der Stadt Basel (1976), dem Geschwister-Scholl-Preis (1980), dem Lessing-Preis der Freien Hansestadt Hamburg (1981), dem Elisabeth-Langgässer-Preis (1990) und dem Jacob-Grimme Preis für Deutsche Sprache (2001).