Freitag, 17. Dezember 2004, 19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765
JAHNN 110 - Stiftung der Gedenktafel, Lesung, Vortrag, Musik.
Armin Sandig, Präsident der Freien Akademie der Künste und Reinhart Schönsee, Patriotische Gesellschaft: Begrüßungen · Detlef Gottschalck, Staatsrat Kulturbehörde: Grußwort · Evgeni Koroliov, Klavier · Christoph Bantzer liest Jahnn · Ulrich Greiner: Würdigung
Eintritt: € 3,00 / erm. 2,00

 

Am 17. Dezember jährt sich der Geburtstag Hans Henny Jahnns zum 110mal. Aus diesem Anlaß enthüllt die Freie Akademie der Künste am kommenden Freitag eine von der Patriotischen Gesellschaft gestiftete Gedenktafel, die an den ebenso großen wie vielseitigen Hamburger erinnert.
Die Akademie, deren Hauptinitiator und Gründungspräsident Jahnn war und in der seine Vorstellungen und Ideen bis heute fortleben, ist der rechte Ort für eine solche Tafel.
Aus Anlaß der Enthüllung veranstalten wir einen Abend zu Ehren Jahnns, bei dem Ulrich Greiner Leben und Werk Jahnns würdigt, Christoph BantzerJahnn-Texte liest und Evgeni Koroliov Klavierstücke von Johann Sebastian Bach, einem von Jahnns bevorzugten Komponisten, zu Gehör bringt.


Der Wortlaut der Gedenktafel:

"Es ist, wie es ist - und es ist fürchterlich"
"Aber ich weiß auch, daß Deutschlands fernere Zukunft eine Frage seiner kulturellen Strutur sein wird."

HANS HENNY JAHNN

geb. 17.12 1894 in Hamburg.
Ein Mann des Übermaßes.
Schriftsteller, Prosaist und Dramatiker, Orgelreformer und Orgelbauer, Musikforscher und Musikverleger, Hormonforscher und Tierzüchter, Architekt und Baumeister, Kämpfer gegen die Atombewaffnung und Kämpfer für den Frieden.
Mitgründer der Freien Akademie der Künste und bis zu seinem Tode am 29.11 1959 deren erster Präsident.
Spiritus rector bis heute.
Seine Überzeugung von der Zusammengehörigkeit der Künste lebt in diesem Hause fort.
Jahnns genialische, Widersprüche einschließende Persönlichkeit hat mit seinen exzeptionellen künstlerischen Werken wie mit seinen weitgespannten gesellschaftlichen Intentionen naturgemäß nie eine größere Öffentlichkeit erreicht.