Montag, 27. Januar 2003, 19.30 Uhr
Kooperation mit der in der Reihe
Akademiemitglieder stellen jüngere Kolleginnen und Kollegen vor
Peter Michael Hamel · Jörn Arnecke (*1973)
Manfred Stahnke · Jan Feddersen (*1966)
Scardanelli Quartett · Isabel Moretón Achsel, Harfe · Laura Wiek, Violoncello · Florian Wieck, Klavier · Lauma Skride, Klavier

Eintritt: € 8,00 / erm. € 5,00

 

Am 27. Januar 2003 startet die Freie Akademie der Künste eine Veranstaltungsreihe "Akademiemitglieder stellen jüngere Kolleginnen und Kollegen vor".
In zunächst drei Veranstaltungen führen Mitglieder der Sektion Musik in die Arbeit jüngerer KomponistenkollegInnen -naturgemäß in der Regel (ehemalige) Schüler- ein. Den Auftakt bildet ein 'Doppelkonzert': Peter Michael Hamel stellt Jörn Arnecke vor und Menfred Stahnke gibt eine Einführung in die Arbeit seines ehemaligen Kompositionsschülers Jan Feddersen.

P R O G R A M M:

Jan Feddersen (*1966):

Aus dem Book of Sounds für Piano solo:
Minimal chords
für zurückgehaltene Klänge
for Trills

Manfred Stahnke und Jan Feddersen im Gespräch

Streichquartett in fünf Sätzen
Uraufführung 2002/2003

- Pause -

Jörn Arnecke (*1973):

Schwebend für Harfe solo (2000)

Peter Michael Hamel und Jörn Arnecke im Gespräch

Zwiefacher Tanz für Violoncello und Klavier (2001)

Einsamer Gesang für Violoncello solo (2001)

Gespräch der vier Komponisten

 

Scardanelli Quartett:
Vladimir Anohin, Violine
Mikhail Kibardin, Violine
Dimitri Hoffmann, Viola
Dinar Enikeev, Violoncello

Isabel Moretón Achsel, Harfe
Laura Wiek, Violoncello
Florian Wiek, Klavier
Lauma Skride, Klavier

 

Jörn Arnecke, 1973 in Hameln geboren, studierte Komposition und Musik-theorie bei Volkhardt Preuß und Peter Michael Hamel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 1997/98 war er einer der letzten Schüler von Gérard Grisey am Pariser Conservatoire National Supérieur. 1997 Preisträger des Kompositionswettbewerbs der Freien und Hansestadt Hamburg zum Brahms-Jahr. 1998 Förderpreis des Göttinger Symphonie Orchesters. 1999 Er-ster Preis beim Wettbewerb des Deutschen Tonkünstlerverbandes.
Jörn Arnecke war Stipendiat der "Studienstiftung des deutschen Volkes". Er schrieb u. a. Werke im Auftrag der Münchener Biennale und der Expo Hanno-ver. Seit Oktober 2001 ist er Teilzeitprofessor für Musiktheorie an der Hoch-schule für Musik und Theater Hamburg, Lehrauftrag an der Universität Ham-burg (Musikwissenschaftliches Institut).
Werke (Auswahl): "Das Kreuz" (Passion für Sopran, Chor und Ensemble. Ur-aufführung 1997 in Hameln); "Nachtferne" (Orchesterstück, Uraufführung 1998 in Paris); "Frage" (Orchesterstück, Uraufführung 1999 in Göttingen).


Jan Feddersen (1966) studierte Komposition in Hamburg, Glasgow und Hei-delberg bei Ulrich Leyendecker, Manfred Stahnke und James MacMillan. 1997/98 DAAD Stipendiat in New York an der Manhattan School of Music, Studium bei Nils Vigeland (Komposition) und Pierre Charvet (elektronische Musik).
Entwicklung und Organisation von Veranstaltungen wie 'K-Day' - eine Kon-zert-Party mit zeitgenössischer Musik in der Markthalle Hamburg, sowie einer Konzertreihe mit jungen Komponisten in Glasgow. Gründungsmitglied der Komponistengruppe katarakt.
Mehrere Auszeichnungen, darunter 1996 Erster Preis der Sommerlichen Mu-siktage in Hitzacker für 'Timpani and Piano' und 'Nicolas Flagello Award' 1998 in New York. 1999 composer in residence am Center for Contemporary Art (CCA) in Glasgow, 2001 Stipendiat der Stiftung Kulturfonds Berlin. Fedder-sens Kompositionen wurden u. a. vom London Philharmonia Orchestra, Man-hattan Contemporary Music Festival und dem Scottish Chamber Orchestra ur-aufgeführt. Ein Porträtkonzert mit elektronischen Werken fand 2001 auf dem 7 Festival de Musica Contemporanea in Bogota, Kolumbien, statt.


Scardanelli Quartett
1996 in Hamburg gegründet. Kammermusikalische Ausbildung der Mitglieder u. a. bei dem Tanejew Quartett und dem Guarneri Quartett. Verschiedene Mei-sterkurse, u. a. beim Orpheus Quartett und bei Norbert Brainin. Regelmäßig Konzerte in Deutschland, mehrfach Gastspiele in Frankreich und ausgedehnte Konzertreisen durch Südeuropa.

Isabel Moretón Achsel
Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, danach für ein Jahr Verpflichtung als Harfenistin an das Landessinfonieorchester Thüringen. 1994 Studium an der Indiana University, Bloomington, USA. Als Stipendiatin Teilnahme an Meisterkursen, u. a. bei Nicanor Zabaleta. 1994 Dritter Platz im Deutschen Muskratswettbewerb. 2000 gewann sie die deutsche Vorausschei-dung des Torneo Internationale di Musica (TIM).

Laura Wiek
geboren 1978 in Bonn. 1998 Beginn des Studiums an der Hochschule für Mu-sik und Theater Hamburg in der Cello- und Kammermusikklasse von Professor Niklas Schmidt. Seit 1999 Förderung durch die Yehudi Menuhin "Live Music Now" Hamburg. Im selben Jahr Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung in Bayreuth. Seit Oktober 2001 Forsetzung ihres Studiums an der Musikhoch-schule Lübeck.

Florian Wiek
1972 in Bonn geboren. Studium an der Musikhochschule Köln und am Conser-vatoire National Supérieur de Paris. Als Solist und Kammermusiker bei Wett-bewerben ausgezeichnet: 1998 Erster Preis beim Kölner Beethovenwettbewerb. 2001 Auszeichnung als Solist mit dem Ersten Preis des Elise-Meyer-Wettbewerbs Hamburg. Masefield-Stipendium der Alfred-Toepfer-Stiftung.

Lauma Skride
1982 in Riga geboren. Zurzeit studiert sie in der Klasse von Professor Volker Banfield an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Zahlreiche (bis jetzt 11) Preise bei internationalen Wettbewerben (z. B. Valentino Bucchi, Ita-lien). Sonderpreis beim internationalen UNISA Wettbewerb
in Pretoria/Südafrika im Januar 2000. Konzertreisen in zahlreiche europäische und asiatische Länder.