Kunst als Sinnstiftung ? Auf dem Weg in die Unsinnsgesellschaft ? Geht der Sinn stiften ?
Eine Reihe mit Vorträgen.

GÜNTER KUNERT
Eine Flaschenpost

Montag, 17. September 2001, 19.30 Uhr
Eintritt DM 12,-- / erm. 7,-- (€ 6,14 / erm. € 3,58)

Nach Jochen Hörischs Überlegungen zu "Konsens oder Nonsens", Jan Philipp Reemtsmas kritischen Gedanken zur Rolle von Kunst und Kultur angesichts massenmedialen Unsinns und Frank Schirrmachers Szenario der "Lesbarkeit des Menschen" im Zeitalter der Biotechnologie setzen wir am kommenden Montag unsere Reihe von Vorträgen fort, die wir mit den Fragen Kunst als Sinnstiftung? Auf dem Weg in die Unsinnsgesellschaft? Ist der Sinn stiften gegangen? umrissen haben.
Ausgangspunkt der Reihe war und ist die wachsende Befürchtung eines künstlerischen Notstandes in Zeiten von Marketing, Spaßgesellschaft, Schnelllebigkeit und Eventkultur.

Mit Günter Kunert kommt am 17. September erstmals ein ,hauptberuflicher' Künstler zu Wort.
Der Dichter Kunert, kritischer Geist, aufmerksamer Beobachter und bekannt für seine detailscharfen, pointierten Wiedergaben wird in "Einer Flaschenpost" seine persönlichen Gedanken zur Thematik zusammenfassen.


Günter Kunert, 1929 in Berlin geboren. 1947 erste Gedichte. 1948-49 Veröffentlichungen in der Zeitschrift "Uhlenspiegel". 1950 Teilnahme am ersten Schriftsteller-Lehrgang des "Deutschen Schriftstellerverbandes" in Bad Saarow, zusammen mit Heiner Müller, Horst Bienek, Erich Loest, der erste Gedichtband erscheint: "Wegschilder und Mauerinschriften". 1952 Mitarbeit am "Eulenspeigel", an "Frischer Wind" und anderen Zeitschriften. Arbeiten für Film, Fernsehen und Rundfunk. 1962 Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste (Berlin-Ost). 1972 Visiting Associate Professor an der University of Texas in Austin. 1973 Johannes R. Becher-Preis für Lyrik. 1976 Mitglied der Akademie der Künste (Berlin-West). Mitunterzeichner der Biermann-Petition. 1979 Übersiedlung in die Bundesrepublik. 1982 Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. 1983 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. 1985 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. 1988 Dr. h. c. (Allegheny College, Pennsylvania, USA). 1988 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg. 1989 Stadtschreiber von Mainz. 1991 Hölderlin-Preis der Stadt Homburg für Lyrik. E. R. Curtius-Preis für Essayistik. 1993 Austritt aus der Akademie der Künste (Berlin-West) aus Protest gegen die En-bloc-Übernahme von Ost-Akademiemitgliedern. 1994 Kunert-Symposium der Staatsuniversität in Pennsylvania. Zahlreiche Buchveröffentlichungen von Gedichten, Prosa und Essays. In den letzten Jahren erschienen: Die letzten Indianer Europas (Essays + Vorträge, München 1991), Der Widerspruch vom Sockel (Aufsätze und Arikel, München 1992), Im toten Winkel (Prosa, München 1993), Baum Stein Beton (Prosa, München 1994), Mein Golem (1996) und Erwachsenenspiele (1997) Nacht. Vorstellung. (1999).
 
 

Die Reihe wird fortgesetzt mit Vorträgen von:

Peter Fischer-Appelt, Hamburg
(5. November 2001)


Boris Groys
, Wien
(3. Dezember 2001)

Norbert Bolz, Düsseldorf
 

Hartmut Böhme, Berlin
 

Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr.
Der Eintritt beträgt DM 12,-- / erm. 7,-- (€ 6,14 / erm. € 3,58)