LANGE NACHT DER MUSEEN 2012

28. April 2012, 18 bis 2 Uhr
„DAS IST KUNST – DAS KANN KEINER!“
Ausstellung
„… im hohen Grade Biographie…“
Bilder von Volker Meier
geöffnet von 18 bis 2 Uhr · Sonntag von 11 bis 18 Uhr

Bilder aus Norddeutschland, der Ruhrpott-Krimi eines deutsch-türkischen Schriftstellers und ein russisches Musikinstrument, das gespielt wird, ohne, dass es berührt würde. Malerei, Literatur, Musik: Bunt, vielseitig und ungewohnt - das kann keiner!
Außer die Akademie, die sich als einzige Kulturinstitution der Stadt allen Kunstsparten verpflichtet sieht.

19:00 Uhr
Maike Bruhns: Die Kuratorin führt durch die Ausstellung Volker Meier (Führung)
20:00 Uhr
Musik aus der Luft… „Theremin - Das älteste elektronische Musikinstrument der Welt, das ohne Berührung gespielt wird.“ mit Martin Anhalt (Theremin)
und Benjamin Gordon (Klavier) (Musik)
20:30 Uhr
Maike Bruhns: Die Kuratorin führt durch die Ausstellung Volker Meier (Führung)
21:00 Uhr
Feridun Zaimoglu liest aus seinem jüngsten Roman „Ruß“
21:30 Uhr
Musik aus der Luft… „Theremin - Das älteste elektronische Musikinstrument der Welt, das ohne Berührung gespielt wird.“ Mit Martin Anhalt (Musik)

Die Bar ist von 18:00 - 2:00 Uhr geöffnet (Kulinarisches)

Maike Bruhns führt durch die Ausstellung „… im hohen Grade Biographie…“ – Bilder von Volker Meier
Volker Meier war Großstädter und Segler. Mit 60 Jahren starb er 1993 früh. Als Maler wird er heute meist mit expressiven Bildern von Küsten, Inseln und See-
Landschaften in Verbindung gebracht. Sein Werk umfasst jedoch mehr: finstere Großstadtbilder, monumentale Stillleben von ausgemusterten Dingen (Schrott), markante Holzschnitte, heitere bunte Pop-Landschaften, Neue Landschaft, nicht zuletzt und für ihn lebenswichtig: Fragmente des Weltkriegs in der Landschaft und in Hamburg. All das biographisch erlebt und in oft magische Bilder überführt – ein anrührendes Werk.

Martin Anhalt und Benjamin Gordon: „Musik aus der Luft… Theremin - Das älteste berührungslose Musikinstrument der Welt.“
1919 entwickelte der Russe Lew Termen ein elektronischen Musikinstrument, das ohne Berührungsfrei gespielt wird und direkt Töne erzeugt. Das „Theremin“ reagiert auf die elektrische Kapazität des menschlichen Körpers, die Position der Hände zu den Antennen bestimmen Tonhöhe und -intensität. Der Spieler variiert die Töne also mittels der Bewegung seiner Hände durch die Luft. Der seltsam geisterhafte Klang des Theremins und die eigentümliche Art es zu spielen machen Theremin- Aufführungen zu eindrucksvollen Erlebnissen.

Feridun Zaimoglu wurde 1964 in der Türkei geboren und kam mit seinen Eltern 1965 nach Deutschland. Er studierte Medizin und Kunst, brach beides ab, um
Schriftsteller zu werden. Sein erstes Buch „Kanak Sprak“ machte ihn einem breiten Publikum bekannt. Es folgten bis heute 16 Bücher zahlreiche Theaterarbeiten und Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge. Zur langen Nacht der Museen liest Zaimoglu aus seinem jüngsten Roman „Ruß“, einer furiose Geschichte, die ihren Ausgangspunkt an einem Kiosk in Duisburg nimmt und ihren Held durch den Ruhrpott, nach Warschau und bis auf die Großglocknerstraße führt.