Audio-Mitschnitt der Diskussionsveranstaltung
Braucht Hamburg eine neue Oper?
Dass dieses Thema die öffentliche Debatte bestimmt, wäre übertrieben. Aber es gibt sie, und das ist gut so. Hamburg versteht sich auch als Tor zur Kunst-Welt. Nicht zuletzt der Bau der Elbphilharmonie hat dafür ein deutliches Zeichen gesetzt. Es setzt fort – und steigert -, was in den kulturellen Leuchtfeuern der Stadt angelegt ist. Neben Museen und Musikhalle sind es die Staatstheater (zu denen ja mittlerweile auch Kampnagel gehört!) sowie die schier unübersehbare Menge an freien Theatern. Und die Staatsoper. Braucht Hamburg überhaupt eine Oper? Auch diese Frage wird ja gelegentlich gestellt.
Diese Frage stellen wir uns nicht – aber das Thema insgesamt ist ein Thema für die Akademie – und dem wollen wir Raum geben. Nicht, um Entscheidungen zu treffen, sondern um möglichst vielen Interessierten Informationen zukommen zu lassen, für die eigene Meinungsbildung. Auch um das Nachdenken über Rolle und Aufgabe der Kunst in unserem Gemeinwesen zu befördern. Dafür steht die Staatsoper, die auf eine mehrhundertjährige stolze Geschichte zurückblicken kann. Am Gänsemarkt. Dieser Standort soll aufgegeben werden? Für ein historisch belastetes Gelände am Rande der Stadt? Warum? Und was kostet uns das? Fragen über Fragen. Spielt das Vermögen des Spenders eine Rolle? Oder seine Steuerpraxis? Alle Fragen lassen sich nicht in einer Veranstaltung lösen, bei aller Kompetenz der Teilnehmer. Aber Schneisen ins Dickicht zu schlagen, wollen wir uns wohl zutrauen.
Aus Anlass des 75jährigen Jubiläums der Akademie plant die Sektion Baukunst drei Veranstaltungen. Unter dem Obertitel „Bauen für Kultur“ finden neben der Veranstaltung für die Oper zwei weitere zu den Themen Generalsanierung der Kampnagel Fabrik und Haus der digitalen Welt am Gerhart-Hauptmann-Platz statt. Die Termine werden später bekannt gegeben.
Der Eintritt ist frei, Anmeldung erbeten per E-Mail unter info@fadk.de oder telefonisch unter 040 324632.