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  Akademie vergibt Plakette und neu geschaffenen Förderpreis
Preisverleihungen

Akademie vergibt Plaketten und
neu geschaffene Förderpreise

Auf einstimmigen Beschluss ihres Präsidiums vergibt die Freie Akademie der Künste die Plakette für das Jahr 2025 an die Filmemacherin Monika Treut und für 2026 an die Malerin Almut Heise.

Die Plakette der Freien Akademie der Künste in Hamburg ist die höchste Auszeichnung, die die Akademie zu vergeben hat. Sie wurde 1955 gestiftet und ist ein undotierter, reiner Ehrenpreis.
Seit ihrer Stiftung wird sie jährlich an Mitglieder der Akademie vergeben, die sich durch ihr künstlerisches Wirken in außerordentlicher Weise ausgezeichnet haben. 
Erster Preisträger war 1955 Thomas Mann. Ihm folgten u. a. Hans Scharoun (1958), Max Brod (1964), Alvar Aalto (1965), Arne Jacobsen (1969), Olivier Messiaen (1970), Friedrich Ahlers-Hestermann (1973), Will Quadflieg (1984), Siegfried Lenz (1986), Walter Jens (1987, György Ligeti (1988), Marion Gräfin Dönhoff (1990), Günter Grass (1991), Isang Yun (1992), Peter Rühmkorf (1993), John Neumeier (1999), Christa Wolf (2001), Volkwin Marg und Meinhard v. Gerkan (2003), Jürgen Flimm (2009), Wolfgang Rihm (2006),Fritz J. Raddatz (2010), Uwe Timm (2016), Burghart Klaußner (2017), Hark Bohm (2019) und Ulla Hahn (2022).

Erstmals vergibt die Akademie in Ergänzung zur Plakette auch einen mit je 2.000€ dotierten Förderpreis.
Dieser geht – auf Vorschlag der jeweiligen Preisträgerin – für 2025 an die Filmemacherinnen Miriam Gossing und Lina Sieckmann und für 2026 an den Maler Simon Modersohn.

Bereits ab dem 4. September wird eine Ausstellung mit Arbeiten von Simon Modersohn › in der Akademie gezeigt, die Filmemacherinnen Miriam Gossing und Lina Sieckmann werden am 1. Dezember im Gespräch mit Monika Treut in der Akademie Einblicke in ihre Arbeit geben.

Die Verleihung der Plaketten und Förderpreise erfolgt in einer feierlichen Veranstaltung am 30. November 2026.

Aus den Begründungen:

Zweifellos zählt das Werk von Almut Heise (geboren 1944 in Celle) zu den konsequenten Vertreterinnen der Gegenwartskunst. Unbeirrt hat die Malerin über Jahrzehnte hinweg ein einzigartiges malerisches und graphisches Œuvre geschaffen, das seinesgleichen sucht. Ihre veristischen Motive scheinen aus der Zeit gefallen, bestechen aber zugleich durch die eindrückliche Präsenz der dargestellten Interieurs und Menschen in einer überzeitlich anmutenden Gegenwart, die den alltäglichen Lebensraum der Protagonisten vergessen macht. Heises spröde Sujets werfen mehr Fragen auf, als dass sie Antworten geben.

Monika Treut kann auf ein herausragendes über 40-jähriges Lebenswerk zurückblicken, dessen etwa 24 Dokumentar- Spiel- und Experimentalfilme sowohl national als auch international höchste Anerkennung gefunden haben und immer wieder ausgezeichnet wurden. Ihr Werk steht für künstlerische Unabhängigkeit, intellektuelle Schärfe und immer wieder auch eine kompromisslose Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Dabei widmet sie sich immer wieder Themen wie Selbstbestimmung, Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und den komplexen Dynamiken von Begehren und Macht.

Abb. © FAdK