Ernst Scheel: Turnhalle (heute "Karl-Schneider-Halle"), Hamburg-Farmsen, 1928
© Petra Vorreiter

Dienstag, 12. Mai 2015, 18 Uhr
Im Rahmen des Hamburger Architektursommers
Eröffnung der Ausstellung

Ernst Scheel 1903 - 1986
Meisterwerke der Architekturfotografie
Es sprechen:
Hans Bunge (Kurator)
Ullrich Schwarz (Vorsitzender der Sektion Baukunst der Akademie)
Geöffnet bis 5. Juli 2015 , dienstags bis sonntags, 11 bis 18 Uhr
Eintritt zur Eröffnung frei, danach 5,- / erm. 3,-
Himmelfahrt und an den Pfingstfeiertagen geöffnet.

Ab sofort bietet Hans Bunge, Kurator der Ausstellung "Ernst Scheel 1903 - 1986. Meisterwerke der Architekturfotografie" jeden Sonntag um 15 Uhr (außer am 21.6. und 5.7.) eine Führung durch die Ausstellung an. Zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (5,- / 3,-) fallen keine Kosten an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Seit langem ist Ernst Scheel als der herausragende Hamburger Architekturfotograf der Zwischenkriegszeit bekannt und berühmt. In dieser Zeit gab es in Deutschland nur wenige Fotografen, die sich so vorrangig auf die Fotografie von Architektur konzentrierten. Scheels Name verbindet sich mit dem Neuen Bauen und vor allem mit dem Werk von Karl Schneider, dessen Bauten Scheel exklusiv fotografierte.Insbesondere diese Bilder werden auf internationalen Auktionen hoch gehandelt. Seine Arbeiten der 50er und 60er Jahre galten bisher als weitgehend verschollen, wurden jedoch 2012 im Haus seiner Tochter wiedergefunden. Die Ausstellung zeigt das fotografische Werk Ernst Scheels in einer nie gesehenen Breite – ein Ereignis.

 

Dienstag, 9. Juni 2015, 15 bis 19 Uhr
im Rahmen der Ausstellung „Der ganze Ernst Scheel“
Symposium
„Das Bild vom Bau“
Architekturfotografie zwischen Dokumentation und Interpretation
Eintritt frei

Der Architekturfotograf Ernst Scheel pflegte eine streng lineare und achsiale Bildkomposition. Gerade den Prinzipien des formreduzierten Neuen Bauens kam diese Art der Fotografie sehr entgegen.Sie betonte die Transparenz und die plastische Wirkung der kubischen Bauformen. Mit dieser Ästhetik der Sachlichkeit stand Scheel in der Nähe von anderen Fotografen wie Albert Renger-Patsch oder auch Man Ray. Gelten diese ästhetischen Auffassungen auch noch für die Architekturfotografie der Gegenwart? Darüber soll diskutiert werden.

Programm:
Hans Bunge, Hamburg:
Einführung

Michael Stöneberg, Magdeburg:
Ernst Scheel im Kontext der Architekturfotografie des Neuen Bauens

Rolf Sachsse, Bonn:
Nachkriegsmorderne im Bild. Ernst Scheel und der ästhetische Wiederaufbau.

Felix Borkenau, Hamburg:
Ernst Scheel, Arbeitsweise und Bildsprache.

Wilfried Dechau, Stittgart:
Ernst Scheel und die Architekturfotografie der Gegenwart.