Montag, 31. März 2008, 19.30 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung des Istituto Italiano di Cultura Hamburg
CHRISTIAN QUADFLIEG

liest aus
Der alte Herr und das schöne Mädchen
von Italo Svevo
Einführung: Wolfgang Hegewald
Eintritt: 8,- / erm. 5,-

Italo Svevo, einer der großen Unbekannten der Weltliteratur.
Der ‚italienische Schwabe‘, so die Übersetzung seines Künstlernamens, hieß eigentlich Hector Aron, genannt Ettore Schmitz und war die längste Zeit seines Lebens Lackfabrikant in Triest.
James Joyce verbrachte an ihm, wie Svevo in dem Nachwort zu seinem Hauptwerk schreibt, das Wunder des Lazarus. D.h., der bis dahin auf Eigenkosten Publizierende wurde mit einem Schlag in der literarischen Welt berühmt.
In einem von dem ausgewiesenen Svevo-Kenner und Initiator des Italo-Svevo-Preises Wolfgang Hegewald moderierten Abend liest Christian Quadflieg aus Svevos 1926 erschienener „Geschichte vom guten alten Herrn und dem schönen Mädchen“ und würdigt Svevo als einen der bedeutendsten italienischen Autoren der klassischen Moderne.

Christian Quadflieg hat sich als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera in Rollen der Klassik und Moderne bis hin zum Musical einen hervorragenden Namen gemacht. 1945 in Schweden geboren, verbrachte er seine Schulzeit in Hamburg und absolvierte dann eine dreijährige Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. Zwischen 1969 und 1973 war er im festen Engagement der Bühnen von Oberhausen, Wuppertal und Basel. Seit 1974 ist er freischaffend und lebt seit 1991 in Hamburg.
Weitere Stationen seiner Karriere waren dann, um nur die wichtigsten zu nennen: Die Theater in Berlin, Hamburg, München, Wien, Zürich und die Salzburger Festspiele. Ehe er auch selbst zu inszenieren begann, arbeitete er u. a. mit so bedeutenden Regisseuren wie Fritz Umgelter, Wolfgang Petersen, Dieter Wedel, Rudolf Noelte und August Everding zusammen.
Im Fernsehen hat er sich in zahlreichen Filmen und beliebten Serien die Gunst der Zuschauer erworben. Auf der Bühne ist er weiterhin präsent mit Dichterlesungen quer durch die BRD. Von seinen zahlreichen CD-Einspielungen gewann der Titel: „Väter & Söhne – Briefwechsel: Thomas Mann/Klaus Mann“ (mit Vater Will Quadflieg) den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Mitglied der Freien Akademie der Künste seit 31.12.2003
Wolfgang Hegewald wurde 1952 in Dresden geboren. Studium der Informatik und ev. Theologie in Dresden und Leipzig, Arbeit als Friedhofsgärtner und in der Industrie. 1983 Ausreise in die BRD, seit 1988 mit Ulrike Greve verheiratet. 1983-93 freier Autor in Hamburg, Rom, Garbsen, Loccum und Bremerhaven.
Prosa und Hörspiele. Neben Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und Feuilletons, bislang neun Bücher. Seit 1993 Schriftsteller im Öffentlichen Dienstag 1993-96 Leiter des „Studio Literatur und Theater“ an der Universität Tübingen. Seit September 1996 Professor für Rhetorik / Poetik am Fachbereich Gestaltung (neuerdings Studiendepartment Design) an der HAW. Seit 2006 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg.