Eröffnung der Ausstellung
Andrea Zaumseil
ZEICHNUNGEN
3. NovEMBER – 20. DezemBER 2026
DI. – SO., 10 – 17 UHR
Eintritt zur Eröffnung frei, danach 5,- / erm. 3,-
Andrea Zaumseil ist Bildhauerin und Zeichnerin. Ihre oft großformatigen Zeichnungen sind in ihrer Räumlichkeit, Körperlichkeit und in ihren Vorgehensweisen stark vom bildhauerischen Denken geprägt. Ihre Bilder entwickeln sich aus Anschauung und Vorstellung, sie finden erst im Tun ihre Form, im Dialog mit dem Material, durch Hinzufügen, Wegnehmen, Fragmentieren, Zusammenführen, körperlichen Einsatz. Die in der Zeichnung verwendeten Mittel sind einfach: Papier, schwarze Pastellkreide, Kreidestaub, Handballen, Finger, Radierer, Tuch. Mit diesen begrenzten Mitteln lassen sich ins scheinbar Grenzenlose hinein Vorstellungsräume und vorgestellte Räume schaffen, die weder einer festgelegten Maßstäblichkeit, weder einer sicheren Verortung, noch physikalischen Gesetzen unterliegen. Sie sind sowohl im Unterbewussten als auch in der realen, sichtbaren, alltäglich wahrgenommenen, erlebten und erlittenen Welt verankert, Momentaufnahmen zwischen Wachheit und Traum.
Andrea Zaumseil wurde 1957 in Überlingen/Bodensee geboren. Von 1977 bis 1979 studierte sie zunächst Germanistik und Geschichte an der Universität Konstanz, von 1979 bis 1985 dann Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Von 2002 bis 2022 war sie Professorin für Metallbildhauerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
Ihr Werk wurde 2020 mit dem Kulturpreis des Bodenseekreises ausgezeichnet, 2015 mit dem Hans-Thoma-Preis, heute Landespreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg, 1996 mit dem Kunstpreis der Kreissparkasse Esslingen für Bildhauerzeichnung, 1995 mit dem Förderpreis des Künstlerbundes Baden-Württemberg.
Eine ausführliche Vita mit Ausstellungsverzeichnis, Projekten im Rahmen von Kunst-am-Bau, Stipendien und Bibliografie finden Sie auf ihrer Website:
www.andrea-zaumseil.de ›
Abb. STURM 2025 147,5 x 380 cm