Die Deutschstunde
D 2019, 125 Min. | Regie Christian Schwochow | Mit Levi Eisenblätter, Ulrich Noethen, Tobias Moretti u.a. Einlass: 18:30 Uhr | Beginn 20 Uhr
Anlässlich seines 100. Geburtstags und im Rahmen des Festivals „Hamburg liest Lenz“ zeigt die Freie Akademie der Künste in Kooperation mit dem mobilen Kino „Flexibles Flimmern“ an zwei Abenden den Spielfilm „Die Deutschstunde“ nach dem gleichnamigen Klassiker von Siegfried Lenz – Ehrenbürger der Freien und Hansestadt Hamburg und Mitglied der Akademie.
Vor und nach dem Film besteht Gelegenheit, die Ausstellung „Lenz im Bild“ zu besuchen, die Arbeiten Bildender Künstler mit Bezug zu Siegfried Lenz zeigt.
„Flexibles Flimmern“ ist ein mobiles Kino in Hamburg , das seit 20 Jahren Filme an passenden Orten inszeniert. Vor den Vorstellungen gibt es oft Führungen, Konzerte, Lesungen und meist passende Speisen und Getränke. Auch diesmal hält das Team vom Café Calle verschiedene Speisen und Getränke zum Film bereit. Zudem wird der Künstler Christian Ansen live und vor Ort ein Porträt von Siegfried Lenz in Öl erstellen.
„Die Deutschstunde“ befasst sich mit der NS-Zeit und ihrer Aufarbeitung in den Nachkriegsjahren. Im Zentrum der Handlung steht der als schwer erziehbar geltende Siggi Jepsen, der in einer Besserungsanstalt untergebracht ist, sich aber auch dort nicht anpassen will. Zur Einzelverwahrung verdammt, weil er der Aufforderung, einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ zu schreiben, nicht nachkommt, beginnt Siggi stattdessen über seine Erfahrungen während der Kriegsjahre zu schreiben. Dabei erzählt er, wie er aufgerieben wurde von den Spannungen zwischen seinem Vater, einem dem NS-Regime ergebenen Dorfpolizisten, der im Namen der Autoritäten für Recht und Ordnung sorgte, und seinem Patenonkel – einem Jugendfreund seines Vaters – dem Künstler Max Nansen, der von den Nazis mit Berufsverbot belegt wurde. Beide Männer versuchen Siggi für ihren jeweiligen Standpunkt zu gewinnen und lösen damit einen massiven Gewissenskonflikt bei dem Jungen aus.