Künstlerische Positionen zum Krieg

Diskussionsveranstaltung

Künstlerische Positionen zum Krieg

Antje Rávik Strubel und Jonas Lüscher
im Gespräch mit Monique Schwitter

Der Krieg in der Ukraine ist auch Sache von uns allen.
Mit zunehmender Dauer des Krieges wachsen Wut und Ratlosigkeit, wie dem Grauen zu begegnen sei.
Bislang ergriffene Maßnahmen und Sanktionen scheinen nicht oder nur unzureichend zu wirken. Ihre Verschärfung ist für die einen zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie unabdingbar, für die anderen birgt sie unkontrollierbare Gefahren für Frieden und Wohlstand der ganzen Welt. Welche Positionen vertreten Künstlerinnen und Künstler? Was kann der Einzelne tun?

Die Schriftstellerin Antje Rávik Strubel hat Mitte März in einem Brief in der FAZ ihre Position zum Putin’schen Angriffskrieg geäußert. Es ist ein “Abschiedsbrief” an ein Land, dessen Politik sie angesichts halbherziger, von Eigeninteressen geleiteter Kompromisse bei Sanktionen und Verteilung von Finanzmitteln nicht länger mitverantworten möchte.

Sein Selbstverständnis als politisch denkender und handelnder Künstler hat den Schriftsteller Jonas Lüscher – seit langem in Deutschland lebender gebürtiger Schweizer – veranlasst, einen Aufruf von Kulturschaffenden an den Schweizer Bundesrat mit zu initiieren, der die Kriegsfinanzierung aus der Schweiz anprangert und die schnellstmögliche Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen fordert.
Als SPD-Mitglied sieht er sich zudem mit der Frage konfrontiert, ob die von einem Kanzler seiner Partei geführte Regierung adäquat auf die Aggression reagiert.

Moderiert wird der Abend von der Schriftstellerin Monique Schwitter. Seit ihrer Wahl zur Präsidentin der Freien Akademie der Künste vor gut einem Jahr steht das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft verstärkt im Fokus, u.a. mit der Reihe “Sinn des Ganzen – Kunst und Gesellschaft im Dialog”.

© Abb.: Antje Rávik Strubel (l.) Ulrike Arnold/Jonas Lüscher