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  Weiterbauen – Aufstockung Einfamilienhaus Mörikestraße

In der Reihe "Weiterbauen"

Aufstockung Einfamilienhaus Mörikestraße

Eine Kooperation von Freie Akademie der Künste in Hamburg, DENKMALSCHUTZAMT HAMBURG, BDA HAMBURG und HAMBURGISCHE ARCHITEKTENKAMMER

Mit
Maike Basista, Büro Noto Basista Becker Jansen

In Blankenese steht ein Einfamilienhaus aus rotem Backstein, gegliedert mit weißen Pilastern. Um 1927 eingeschossig erbaut, wurde es in den Nachkriegsjahren um ein Walmdach ergänzt und nun mit einem Vollgeschoss aufgestockt. Die Nord- und Eingangsfassade sprechen bereits die Formsprache der Moderne, doch auf der Südseite öffnet sich das Haus mit klassischen Rundbogenfenstern. Die starke Betonung des Erdgeschosses galt es mit der Aufstockung zu erhalten. Das Obergeschoss legt sich optisch so schmal wie möglich auf den Bestand und ordnet sich, angelehnt an Attikageschosse italienischer Palazzi mit ihrer niedrigen Geschossigkeit, unter. Lediglich das Oval wird mit einem Rundfenster hervorgehoben. Ein flaches Walmdach aus Kupfer bildet den oberen Abschluss.
Um die Tragstruktur des Bestandsbaus möglichst wenig zu belasten, ist die Aufstockung als Holzständerbau mit Zellulosedämmung und einer Ziegelfassade, traditionell gebrannt aus Torf, realisiert. Der Verband ist als Zierform des bestehenden Märkischen Verbandes weitergeführt. Das Dach ergänzt das Haus aus Kupfer in einer braunroten und warmen Farbigkeit. Die Aufstockung ist zwar als neuer Part des Hauses erkennbar, fügt sich aber so harmonisch ein, dass das Weiterbauen als klares Bekenntnis zu verstehen ist.

Abbildung: © Hannes Heitmüller
 
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