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  Weiterbauen – Sanierung und Umnutzung ehemalige Dreifaltigkeitskirche Harburg

In der Reihe "Weiterbauen"

Sanierung und Umnutzung ehemalige Dreifaltigkeitskirche Harburg

Eine Kooperation von Freie Akademie der Künste in Hamburg, DENKMALSCHUTZAMT HAMBURG, BDA HAMBURG und HAMBURGISCHE ARCHITEKTENKAMMER

Mit
Dr. Ursula Markfort, Dipl. Ing. Architektur
Matthias Ferwing, Matthias Ferwing Bau und Projektmanagement

Die von Ingeborg und Friedrich Spengelin 1963 errichtete Dreifaltigkeitskirche war der Nachfolgebau für eine barocke, 1944 im Krieg zerstörte Kirche. Das barocke Portal mit Teilen der Westfront wurden erhalten und in die neue Bausubstanz zur Bildung eines Vorplatzes integriert. Portal, Kirche, Gemeinde- und Küsterhaus, Glockenturm, Hofplatz mit Freitreppe und ummauerte Gartenhöfe bildet ein denkmalgeschütztes Ensemble. Für die Umnutzung zur Kita wurde die nicht denkmalgeschützte Aufstockung des Gemeindehauses aus den 1980er Jahren durch ein Obergeschoss ersetzt, das sich mit Backstein, sichtbarer Beton-Tragstruktur und Kupferbekleidung auf die Qualität und Materialität des Denkmalensembles bezieht und in die Umgebung einfügt. Die Erweiterung im Innenraum des ehemaligen Kirchenschiffs erfolgte durch eine zweigeschossige „Box“, die die Küche, Garderoben und Sanitäranlagen aufnimmt. Besonders denkmalgerecht ist ihre rückbaubare Holzkonstruktion, die sich zum Kirchenraum öffnet. Die Restaurierung des barocken Eingangsportals schließt die Sanierung ab. Mit der Kita-Nutzung und der Integration einer öffentlich zugänglichen Kinderbibliothek öffnet sich das Ensemble dem Stadtteil und stellt den Erhalt des Denkmals sicher.

Abbildung: ©  
 
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