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  Weiterbauen – Sanierung und Umnutzung Fleischgroßmarkt Halle D

In der Reihe "Weiterbauen"

Sanierung und Umnutzung Fleischgroßmarkt Halle D

Eine Kooperation von Freie Akademie der Künste in Hamburg, DENKMALSCHUTZAMT HAMBURG, BDA HAMBURG und HAMBURGISCHE ARCHITEKTENKAMMER

Mit
Katrin Hotop, Denkmalschutzamt Hamburg
Giorgio Gullotta | Jule Scholte | Rahsan Yilmaz, Giorgio Gullotta Architekten

Die Halle D am ehemaligen Zentral-Schweineschlachthof in Hamburg ist ein kraftvolles Beispiel funktionaler Industriearchitektur aus dem Jahr 1928. Ursprünglich als Schlachthalle mit südlich gelegenem Stallgebäude sowie Tiefgarage und unterirdischen Verbindungsgängen geplant, besticht die denkmalgeschützte Gebäude durch seine prägnante Backsteinfassade, den markanten Turm und eine klare, zweckgebundene Bauweise. Im Rahmen der Umnutzung wird die Geschichte der Architektur wieder sichtbar gemacht: Historische Fassadenstrukturen werden freigelegt mit Wiedereinbau denkmalgerechter Fenster, Tore und Oberlichtlaternen, während Dach- und Fassadenbereiche als Neuinterpretation nach historischem Vorbild ausgebildet werden. Im Innenraum wird durch den Rückbau von Zwischendecken, Fußbodenschichten und Kühlhäusern die ursprüngliche Raumhöhe wiederhergestellt und so das industrielle Raumgefühl erlebbar gemacht. Die Fassade auf der Rückseite wird wieder denkmalgerecht geschlossen. Auf diese Weise entsteht ein lebendiges Denkmal mit hohem Wert für unterschiedlichste Nutzungen, welches seine Geschichte bewahrt und zugleich zukunftsfähig bleibt. Ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart im Dialog stehen.

Abbildung: © Giorgio Gullotta Architekten
 
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