Dienstag, 15. Februar 2005, 19.30 Uhr
In Kooperation mit der
Vortragsreihe "Geisteswissenschaften - wozu?"
Walther Zimmerli, Gründungspräsident der Volkswagen AutoUni, Wolfsburg
Austreibung des Geistes aus den Wissenschaften ?
Begrüßung: Armin Sandig, Präsident der Freien Akademie der Künste
Grußwort: Dr. Cai Werntgen, Geschäftsführer der Udo Keller Stiftung
Die Reihe wird fortgesetzt mit einem Vortrag von Hans-Jörg Rheinberger (10. März 2005)
Eintritt: € 6,00 / erm. 4,00

Noch nie hatten die Geisteswissenschaften eine so große Chance wie heute, einen Beitrag zur Prägung der Wissenschaften und der außerwissenschaftlichen Wirklichkeit zu liefern.

Noch nie war die Existenz der Geisteswissenschaften so bedroht wie heute.

Im Ausgang von diesem Befund analysiert Walther Zimmerli die Hintergründe und diskutiert die seiner Ansicht nach irrigen Thesen

- der "Zwei Kulturen" (C. P. Snow)
- der Trennung der Wissenschaften
- der Einheit der Wissenschaften
- der Fortschreibung der Geisteswissenschaften
- der Abschaffung der Geisteswissenschaften

Vor diesem Hintergrund liefert Zimmerli einen Beitrag zur Rehabilitierung des Geistes in den Wissenschaften.

Prof. Dr. Dr. h.c. Walther Ch. Zimmerli ist seit 2002 Gründungspräsident der Volkswagen AutoUni Wolfsburg, Mitglied der Geschäftsführung der Volkswagen Coaching GmbH und des Topmanagements der Volkswagen AG. Er studierte am Yale College (Connecticut), sowie an den Universitäten Göttingen (Deutschland) und Zürich (Schweiz), wo er 1971 seinen Doktortitel erwarb. 1978 schloss er seine Habilitation in Philosophie ab. Seit 1978 bis heute hatte er Lehrstühle an den Universitäten Braunschweig, Bamberg, Erlangen/Nürnberg und Marburg inne. Von 1999 bis 2002 war er Präsident der privaten Universität Witten/Herdecke. Er nahm Gastprofessuren in den USA, Australien, Japan und Südafrika wahr und ist Honorarprofessor an der Technischen Universität Braunschweig. In Südafrika wurde er zum Ehrendoktor ernannt. Auszeichnungen: u.a.Internationaler Humboldt Forschungspreis 1996.