© seua.org

Donnerstag, 8. Oktober 2015, 19 Uhr
In Kooperation mit der Europäischen Gesellschaft der Autoren, der Fondation Jan Michalski, Pro Helvetia, der Danish Arts Foundation und Schwob
Zu Unrecht vergessen. Finnegan’s List –
Monique Schwitter im Gespräch mit Janne Teller

Autoren als Leser: Ein Gespräch über Adelheid Duvanel & Villy Sørensen
Eintritt frei


Seit Oktober 2010 veröffentlicht die Europäische Gesellschaft der Autoren jedes Jahr eine Liste nicht ausreichend übersetzter und/oder in Vergessenheit geratener Bücher: Finnegan’s List.
Zehn bekannte Autoren aus zehn verschiedenen Ländern schlagen jeweils drei klassische oder zeitgenössische Titel vor, wobei alle literarischen Gattungen berücksichtigt werden können. Seit 2013 beteiligt sich Finnegan’s List mit mehreren europäischen Partnern am europaweiten Schwob-Projekt, das sich für die Promotion und Übersetzung moderner Klassiker der Weltliteratur starkmacht.
Janne Teller und Monique Schwitter – beide Mitglieder der Finnegan-Jury 2014 – stellen zwei zu Unrecht in Vergessenheit geratene, moderne Klassiker des 20. Jahrhunderts vor: den dänischen Schriftsteller Villy Sørensen und die Schweizer Autorin Adelheid Duvanel.
„Sørensen ist ein Autor und Philosoph, der seine Leser mit Leichtigkeit, Poesie, großer Intelligenz und einem Blick für das Absurde überraschende Pfade entlangführt.“ (JT)
„Duvanel ist die Dichterin der Risse, der plötzlichen wie der langsamen. Ihre Figuren sind Vereinzelte, die hinüberblicken oder in Berührung kommen mit dem, was außerhalb liegt: außerhalb der Gesellschaft, außerhalb der Realität – oder sogar außerhalb des Denkbaren.“ (MS)
Monique Schwitter wird Auszüge aus den Kurzgeschichten beider Autoren vortragen und das Gespräch mit Janne Teller führen.

Monique Schwitter wurde 1972 in Zürich geboren, sie lebt seit mehreren Jahren in Hamburg. Sie studierte Schauspiel und Regie in Salzburg und war anschließend an verschiedenen Theatern engagiert, so u.a. am Schauspielhaus Zürich sowie in Frankfurt, Graz und Hamburg. 2005 erschien ihr erster Kurzgeschichtenband Wenn’s schneit beim Krokodil, für den sie 2006 mit dem Robert-Walser-Preis ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2008 erschienen ihr Roman Ohren haben keine Lider sowie das Theaterstück Himmels-W; der Kurzgeschichtenband Goldfischgedächtnis wurde 2011 veröffentlicht. Am Deutschen Schauspielhaus Hamburg präsentierte Monique Schwitter von 2006 bis 2008 im sogenannten „Damensalon“ ihre Lieblingsautorinnen. 2013 erhielt die Autorin den renommierten manuskripte-Preis für ihr bisher veröffentlichtes Werk. Der neue Roman von Monique Schwitter (Eins im Andern) ist im August 2015 erschienen.
Janne Teller (geb. 1964) ist eine dänische Schriftstellerin. Nach einem Studium der Makroökonomie arbeitete sie mehrere Jahre in verschiedenen Ländern als humanitäre Helferin und Konfliktberaterin für die EU und die UNO. 1999 erschien ihr erstes Buch, der Roman Odins Insel (btb 2011), eine zeitgenössische nordische Saga über politischen und religiösen Fanatismus. Für ihr Buch Nichts – Was im Leben wichtig ist (Hanser 2010), eine Parabelüber den Sinn des Lebens, gewann Janne Teller mehrere nationale und internationale Literaturpreise. Weitere Romane sind u.a. Europa - Alles was dir fehlt (btb 2011) und Komm (Hanser 2012). Ihr Werk (Essays, Romane, Kurzgeschichten) wurde in mehr als 25 Sprachenübersetzt. Janne Teller lebt und arbeitet in New York und Berlin.

Adelheid Duvanel Monique Schwitter (© Florian Thiele) Janne Teller (© Anita Schiffer-Fuchs) Villy Sørensen (© Gyldendal)