HEINZ TESAR, Architekt (Wien)
Tessenow-Preisträger 2000
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Renate Kammer
Eröffnung: Donnerstag, 15. März 2001,
18 Uhr
mit einem Werkbericht des Architekten: "H. T. Gebäude"
Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung: DM 6,00 / erm. 4,00
Eintritt zur Ausstellung: DM 5,00 / erm. 3,00
Die Ausstellung bleibt bis zum 16. April 2001 geöffnet; Dienstag - Sonntag,
11 bis 18 Uhr
Tesars Werk ist quantitativ mit der Produktion der großen Architekturfirmen
nicht vergleichbar. Dem steht seine individuelle Arbeitsweise entgegen,
die ihn als Architekten für anonyme Großinvestoren zu schwierig
macht.
Tesars Bauherrn sind denn auch reale Personen, vielleicht sogar Mäzene,
die Wert auf das Besondere legen und von ihm Besonderes erhalten.
Dies zeigen zum Beispiel die Bauten in Hallein oder Klosterneuburg,
bei denen es Tesar gelingt, eher belanglosen Orten etwas Neuartiges
hinzuzufügen, ohne geschwätzig auf große Vorbilder zu
verweisen, larmoyant die ortsübliche Vernakulararchitektur aufzublasen,
sich stilistisch bei zur Zeit erfolgreichen Kollegen zu bedienen oder
sich über besonders eigenwillige Formen à la Hundertwasser
oder COOP Himmelblau ostentativ in den Vordergrund zu drängen.
Tesars Bauten bleiben eigenwillig zurückhaltend. Sie sind auf ihre
Weise bescheiden. Achleitner vermutet, sie seien mit ihren Proportionen
und leichten Schwingungen irgendwo doch auch "barock", aber sie unterscheiden
sich in jedem Falle wohltuend von vielem, was uns heute als zeitgemäße
Architektur angepriesen wird.
Hartmut Frank |

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