© Jan Meyer-Rogge

Sonnabend, 9. April 2016, 18 bis 2 Uhr
Die Lange Nacht der Museen 2016
„Die Welt ist alles, was der Fall ist.“
Eintritt: 15,- / erm. 10,-

Die Welt ist alles, was der Fall ist - was schon Wittgenstein wusste, gilt bei dieser Langen Nacht der Museen allemal für die Akademie. Die monströs schweren Metallskulpturen Jan Meyer-Rogges scheinen zu schweben. Und sie tun dies allein durch die Schwerkraft. Wie genau das 'Alles hält, weil alles fällt', erläutert der Bildhauer von Fall zu Fall selbst: einmal live und einmal im Film. Wunderbar ausgefallen ist das musikalische Programm des Salonorchesters Café Royal. Die fünf Musiker spielen äußerst gefälligen Zigeunerswing, Ungarischen Czardas, Caféhausmusik und Pariser Musette. Gruselig geht es später bei Jasper Diedrichsen zu. Der Kabarettist und Bühnenpoet liest Edgar Allan Poes schaurige „Tatsachen im Fall Valdemar“.

19:00 Uhr Jan Meyer Rogge demonstriert an Modellen die Entstehung seiner Skulpturen (Dauer ca. 20 Minuten)

20:00 Uhr Das Salonorchester Café Royal spielt virtuos improvisierten Zigeunerswing, Ungarischer Czardas und Pariser Musette (Dauer ca. 20 Minuten)

21:00 Uhr Jasper Diedrichsen liest die Kurzgeschichte „Die Tatsachen im Fall Valdemar“ von Edgar Allan Poe (Dauer ca.15 Minuten)

22:00 Uhr Das Salonorchester Café Royal spielt virtuos improvisierten Zigeunerswing, Ungarischer Czardas und Pariser Musette (Dauer ca. 20 Minuten)

23:00 Uhr „Der Aufbau bestimmt die Skulptur.“ Filmische Dokumentation über die Skulpturen des Bildhauers Jan-Meyer Rogge (Dauer ca. 15 Minuten)

Die Bar ist von 18:00 - 2:00 Uhr geöffnet.


Jan Meyer Rogge ist kein Bildhauer im herkömmlichen Sinne. Seine teilweise tonnenschweren Skulpturen entstehen nicht mit Hammer und Meißel, werden nicht aus Ton geformt. Es sind vielmehr minutiös geplante Stahlkonstruktionen, die - je nach Anordnung ihrer Einzelteile - unterschiedliche Formen annehmen können. Auf den ersten Blick schwer zu durchschauen, oftmals verwirrend, sind Wirkungsweisen der Kräfte und die statischen Grundlagen, die die oft schwerelos wirkenden Giganten in der Schwebe zu halten scheinen.

Jasper Diedrichsen, vielen Hamburgern als Gastgeber der Team&Struppi-Show im Literaturhaus bekannt, absolviert seine Schauspielausbildung an der Hamburger Musikhochschule und arbeitet seit nunmehr sechs Jahren als Bühnenpoet, Kaberettist, Vorleser und Poetryslammer. Mit „Team&Struppi“ hat er zudem mehrere Preise gewonnen, unter anderem den Bielefelder Kabarettpreis, den Münchner Kabarettpreis, den Rostocker Kabarettpreis und eine Nominierung für den Stuttgarter Kabarettpreis „Stuttgarter Besen“. Diedrichsen schreibt außerdem fürs Kabarett, tourt mit einem Soloprogramm, arbeitet aber auch an Lyrik, Kurzfilm und Geschichten. Für die Lange Nacht hat er sich eine rabenschwarze Kurzgeschichte Poes ausgesucht, die manchen den Schlaf kosten könnte.

Das Cafe Royal Salonorchester, selbsternanntes Zigeunerensemble der Familie Weiss aus Hamburg, begeistert seit Jahren das Publikum in ganz Europa mit ihrer ebenso ausdrucksvollen, wie temperamentvollen Musik, die Lebensfreude und süße Melancholie mit größter Leidenschaft zu vermitteln weiß. Große Gefühle, mitreißende Rhythmen und eine Show voller Überraschungen, die nur aus virtuos improvisierter Musik erwachsen kann. Drei Generationen der Familie spielen mittlerweile in diesem Ensemble.