Sonntag, 24. März 2019, 20 Uhr
Eine Veranstaltung von Rudolf Kelber
Weite Horizonte
Amerikanische Dichtung und Musik des 19. und 20. Jahrhunderts
Eva Summerer, Mezzosopran | MAGA-Projektchor Hamburg, Leitung und am Klavier: Rudolf Kelber und Aleksandra Laptas. Texte von Edgar Allan Poe, Ezra Pound, Walt Whitman, Emily Dickinson. Sprecher: Peter Bieringer. Chormusik, Kammermusik, Lieder von Charles Ives, Leonard Bernstein, Samuel Barber, Elliot Carter, Aaron Copland u.a.
Eintritt: 12,- / erm. 8,-

Anzahl:  

Weite Horizonte ist ein Projekt zur Rehabilitierung eines besseren Amerika. Der Abend soll zeigen, wie die Literatur, zumal die Lyrik und das Roman-Genre im 19. Jahrhundert aufblühten, wie mit ca. 50 Jahren Verzögerung die Musik, die anfänglich noch sehr den europäischen Vorbildern nacheiferte, dann aber eine ganz eigene „amerikanische“ Prägung bekam.
Dabei ist der große Bereich der spezifisch afro-amerikanischen Musikkultur - weltweit vielleicht der erfolgreichste amerikanische Exportartikel – ausgeklammert. Ebenso sind das musical und Filmmusik nicht Thema. Allein die Betrachtung der gemäßigt modernen amerikanischen E-Musik eines Copland, Barber, Bernstein macht staunen. Mit Charles Ives hat sie einen »Sonderfall der Musikgeschichte« hervorgebracht, so originell, so frei von jeglichen Traditionen und Zwängen haben nur wenige komponiert.

Es hat vielleicht keine neu entstandene regionale Musikkultur so viel eigenständige Sprache entwickelt wie das weiße und häufig jüdische Amerika. Zusammen mit den Formen Jazz und seinen Ragtime, Boogie, Bebop, Rock- und Folkmusic, Blues und Rap kann das Ganze kann als eine der ganz großen “nachkolonialen“ Kulturleistungen betrachtet werden. Die artistische Differenziertheit bestimmter künstlerischer Äußerungen macht Staunen.

Das gegenwärtige Amerika läßt uns davon herzlich wenig spüren. Es agiert mit seinem unseligen Führungspersonal eher auf dem Niveau von Coca Cola, McDonalds und Chewing Gum. Aber die Gesänge auf den Abgang vom Weißen Haus nach Entenhausen sind schon vorbereitet: Das wäre das wahre M(ake) A(merica) G(reat) A(gain) !

Programmfolge:

Aaron Copland (1900-1990)
„Stomp Your Foot“ Choral Square Dance from „The Tender Land“ (1954) für gemischten Chor und Klavier zu vier Händen

Charles Ives (1874-1954)
3 Lieder für Mezzosopran und Klavier

Charlie Rutlage
from Cowboy Songs and other frontier Ballads

Lou Lipsitz
Already late Spät schon halten wir vor dem Haus

Charles Ives
Slow march inscribed tot he Children’s Faithful Friend

Edgar Allan Poe
From childhood’s hour

Charles Ives
Like a sick eagle

Ralph Waldo Emerson
Self-Reliance

Leonard Bernstein (1918-90)
2 Lieder für Mezzosopran und Klavier: Silhouette | Piccola Serenata

David Radavich
What to make of myself

E. E. Cummings
The hours rise up

Charles Ives
The camp meeting. Für Frauenchor und Instrumentalensemble

Pause

Aaron Copland
Sextett (1937) for String Quartet, Clarinet and Piano
Allegro vivace–Lento–Finale (precise and rhythmic)

Walt Whitman
A Sight in Camp in the Daybreak Gray and Dim

Emily Dickinson Those – dying them

Elliot Carter (1908-2012)
Musicians wrestle everywhere. Madrigal for Five Voices

Walt Whitman
Song of Myself

Samuel Barber (1910-1981)
The Crucifixion

Ezra Pound
From Canto LXXXI

Samuel Barber
The monk and his cat

T.S. Eliott
Macavity: The Mystery Cat

Samuel Barber
To be Sung on the water
for Four-Part Chorus a cappella

Robert Frost
The Road Not Taken

Carl Sandberg
Happiness

Charles Ives
Old Home Day (1920) for unisono chorus and band

Mitwirkend:
MAGA – Projektchor
Peter Bieringer, Sprecher
Eva Summerer, Mezzosopran
Nele Nelle, Klarinette
Heinrich Hörlein und NN, Violine
Roswitha Lechtenbrink, Viola
Sven Forsberg, Violoncello
Aleksandra Laptas am Flügel Rudolf Kelber am Flügel/Leitung