Dienstag, 28. September 2004, 19.30 Uhr
FRIEDRICH CHRISTIAN DELIUS
liest aus seinem neuen Roman
Mein Jahr als Mörder
Eintritt: € 6,00 / erm. € 4,00

 

6. Dezember 1968: Ein Berliner Student hört im Radio vom Freispruch des Nazi-Richters Rehse und beschließt - noch während der Nachrichten -. den Richter zu töten.
Es ist eine persönliche Angelegenheit, denn Rehse hat den Vater seines besten Freundes zum Tode verurteilt: Georg Groscurth - Leibarzt von Rudolf Heß und zugleich als Widerstandskämpfer gemeinsam mit Robert Havemann aktiv.
Die Tatbereitschaft des jungen Mannes steigt, je mehr er sich mit der Familie Groscurths beschäftigt. Ihn empört das Schicksal von Witwe Anneliese, die zwischen die Fronten des Kalten Krieges geriet und, als kommunistische Hexe verschrien, in Justizskandale verstrickt wurde.
Ohne Rücksicht auf Studium, pazifistische Ideale oder seine Freundin Catherine setzt er Schritt für Schritt einen ausgeklügelten Plan um ...

F. C. Delius, geboren 1943 in Bonn, in Hessen aufgewachsen, lebt heute in Berlin und Rom.
Seine Erzählungen und Romane, u. a. "Mogadischu Fensterplatz" (1987), "Die Birnen von Ribbeck" (1991), "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" (1994) und "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" (1995) machen ihn zu einem der bedeutenden deutschen Autoren der Gegenwart.
Delius ist seit 1997 Mitglied der Sektion Literatur der Freien Akademie der Künste in Hamburg.