Donnerstag, 1. März 2012, 19 Uhr
Kreuzungen - Musik verwoben
Konzertreihe von Claus Bantzer
Mit Claus Bantzer, Armin Lücke, Philipp Hochmair & Boris Matchin
Inszenierung und künstlerisches Konzept von Armin Lücke und Claus Bantzer
Texte von Schiller, Werke von Auersbach, Bantzer, Messiaen und Schubert.
Eintritt: 12,- / erm 8,-
Details


Der Titel dieser renommierten Hamburger Konzertreihe von und mit Claus Bantzer, die es seit November 1999 gibt, ist Name und Programm zugleich. Den einzelnen Konzerten liegt die Idee zugrunde, verschiedene Kunstformen, wie Tanz, Literatur oder Lichtkunst, mit Klavierimprovisationen zu verbinden oder besser: zu verweben.
Die aktuelle Aufführung am 1. März 2012 in der Freien Akademie der Künste in Hamburg stellt eine Performance dar, die aus einem intermedialen Bühnenbild, Musik, Gedichten sowie Rezitationen aus den Briefen von Friedrich Schiller „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ besteht.
Konzeptgemäß werden als musikalischer Inszenierungsbestandteil Klavierimprovisationen
von Claus Bantzer hier in Interdependenz zum intermedialen Bühnenbild stehen, welches von dem Bildenden Künstler und Photographen Armin Lücke eigens für diese Aufführung konzipiert und entworfen wurde. Weiterer musikalischer Bestandteil ist das Zusammenspiel Bantzers und des Cellisten Boris Matchin mit der Komposition „Sieben Stufen“ von Claus Bantzer sowie Werken von Alfred Schnittke. Die Musiker sind Teil des Bühnenbilds und in Folge dessen in diesem verortet.
Hauptprotagonist für die Inszenierungsphotographien und Schiller-Rezitate ist das Thalia Theater Ensemble-Mitglied Philipp Hochmair. Der Schauspieler ist u.a. renommiert für seine international bekannten Solo-Stücke über Goethes „Werther“, Kafkas „Amerika“-Texte und die aktuelle(n) „Faust I. & II.“ Inszenierung(en), die mit großem Erfolg im Thalia Theater laufen.
Die in analoger Technik aufgenommenen Photographien befassen sich inhaltlich sowie äquivalent in ihrer photographischen Kompositions- und Formsprache mit dem Thema Mensch als Individuum in unserer modernen Gesellschaft und seiner Passungsarbeit als soziales Wesen zu seiner inneren und äußeren Welt.
Der Leitgedanke dieser Performance basiert auf den Briefen Friedrich Schillers „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“, die er in den Jahren 1793-1795 an den dänischen Erbprinzen geschrieben hat. Schiller ging es um die Entfaltung und Realisierung des Humanitätsideals. Die Briefe beinhalten die Auffassung einer ästhetischen Erziehung und Bildung des Menschen, in der ihr das Potential zugesprochen wird, dass der Mensch sich selbst befreien und seiner Entzweiung durch die moderne Gesellschaft entgegen wirken kann. Schiller vertritt die These, dass die Kunst autonom ist und der Mensch durch sie neue, individuelle Sichtweisen erlangt und ihn aus seinem konditionierten Dasein in der Gesellschaft befreit.


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