11. September 2006, 18 Uhr
Im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2006
Eröffnung der Ausstellung
Die Emotionale Stadt
PPL - Planungsgruppe Professor Laage
Begrüßung: Horst von Bassewitz
Einführung: Friedrich Spengelin
Ausstellung geöffnet bis 8. Oktober 2006

Eintritt zur Eröffnung frei - danach € 2,50 / erm. € 1,50

 

Stadtlandschaften, öffentliche Plätze und Verkehrsanlagen sind emotionale Räume rationalen Handelns. Auch Investoren und Stadtpolitiker müssen beim Planen und Bauen in der Stadt die Gefühle und Hoffnungen der Menschen beachten. Helmut Schmidt sagte dazu: "In demokratischen Gesellschaften müssen Wohnwünsche der Menschen suprema lex sein." Er hat das Vorwort für dieses Buch geschrieben und wünscht ihm eine lebhafte Diskussion.

Vor dem Entwerfen müssen wir die Menschen studieren, damit sie in angenehmer, gesunder Umwelt sinnvoll und in Würde leben können. Diese Forderung des Architekten und Humanisten Leon Battista Alberti überzeugt auch das Architekten- und Stadtplanerteam Planungsgruppe Prof. Laage (PPL). Seine Mitglieder aus verschiedenen Generationen mischen sich innovativ und verantwortungsvoll in Ost und West und in aktuelle Fragen der Wohnungs- und Stadtentwicklung ein und haben eine Vielzahl von Projekten verwirklicht. Als "Glücksfall des Städtebaus" wurde die "Trabrennbahn", ein Wohngebiet im Hamburger Stadtteil Farmsen mit rund 1200 Wohnungen, in der Fachkritik beschrieben. Das PPL-Team plant die Stadt als "Wald aus Häusern und dazwischen lebendige Menschengesichter" (Heinrich Heine), in neuen Formen des Zusammenlebens.

Ein Beispiel
In neuen Wohnquartieren einer Großstadt leben fast ein Drittel der Bewohner nicht deutscher Herkunft in guter Nachbarschaft. Das ist ein bemerkenswertes Beispiel der viel beschworenen Integration und eine Basis moderner städtischer Gesellschaften. Offenbar helfen dabei der Städtebau und die Architektur! Individuelle Häuser und bewohnbare Straßen scheinen gemeinsamen Wohn- und Lebensvorstellungen trotz verschiedener Kultur- und Erfahrungshintergründe zu entsprechen. Kinder überspringen Barrieren, Erwachsene entdecken beim Gespräch vor der Haustür gemeinsame Interessen in Auto- oder Schulangelegenheiten. Nachbarschaft bleibt Basis der sich stets wandelnden Gesellschaft.