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  Vom einsamen Sterben – Theaterinszenierung von Helge Schmidt – Vorstellung am 15.5.2024

Vorstellung

Vom einsamen Sterben

Theaterinszenierung von Helge Schmidt
Weitere Vorstellung am 16. Mai 2024 um 19.30 Uhr.

150.000 Menschen über 60 Jahren leiden laut wissenschaftlicher Studien unter Einsamkeit – allein in Hamburg. Hier wird jeden Monat mindestens eine Leiche geborgen, die mehrere Wochen unentdeckt in einer Wohnung lag. Hinzu kommen hunderte Amtsbestattungen jährlich, bei denen die Behörden keine Angehörigen der Verstorbenen ausfindig machen konnten.

„Vom einsamen Sterben“ begegnet einem verdrängten gesamtgesellschaftlichen Phänomen. Interviews mit Fachkräften und Beteiligten aus Pflege, Ämtern, Bestattungswesen, Nachbarschaft und Telefonseelsorge bilden die dokumentarische Grundlage für eine begehbare Audio-Installation. Das metallische Klacken eines Briefkastenschlitzes, Kinderlachen aus dem Hof, Stimmen aus dem Fernseher und das Knistern beim Umschlagen einer Zeitung verbinden sich mit den Interviews und Musik zu einem atmosphärischen Kopfhörer-Konzert, dem jede/r ganz für sich folgen kann.

„Vom einsamen Sterben“ erzählt von den Ängsten vor Vereinsamung, will älteren Menschen eine Stimme geben und die Ohnmacht von Behörden und Betroffenen schildern. Nicht zuletzt fragt die Produktion, was die Gesellschaft tun kann.

„Der unaufdringliche und doch berührende Eindruck, den es auf uns als Zuschauer:innen machte, war so stark, dass nach dem Black am Schluss minutenlang niemand zu klatschen wagte. Man sollte unbedingt die Gelegenheit nutzen, sich diese Theaterinstallation anzusehen.“
(Brigit Schmalmback, Hamburgtheater)

Eine Koproduktion mit Helge Schmidt und Team
Unterstützt durch das Lichthof Theater

Mitwirkende:
Es spielt: Günter Schaupp
Regie: Helge Schmidt
Musik und Ton: Frieder Hepting
Ausstattung: Atelier Lanika (Anika Marquardt und Lani Tran-Duc)
Technische Leitung und Lichtdesign: Sönke C. Herm
Produktionsleitung: Zwei Eulen (Kaja Jakstat)
Assistenz: Judith Weßbecher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Andreas Joos

Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR sowie die Hamburgische Kulturstiftung.

© Abb. Felix L. Salazar
Die Verwendung des Gedichts „Zum Beispiel Galilei“ von Thomas Brasch erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Suhrkamp Verlag AG Berlin.