"Stillleben mit Katze" (Ausschnitt), 2011, Mischtechnik / Maltafel, 29,5 x 38 cm

Mittwoch, 27. April 2016, 19 Uhr
In der Veranstaltungsreihe
SCHÖNHEIT !
Was bedeutet sie - noch oder wieder - für die Künste?
Michael Triegel spricht mit HANNO RAUTERBERG
über das Schöne in der Bildenden Kunst.
Eintritt: 10,- / erm. 7,-
Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg.

Schönheit! Die Vorstellung, dass das Schöne seine Heimat in den Künsten finde, wirkt heute abgestanden und altmodisch. Der Siegeszug der Moderne hat das Brüchige, das Fragmentarische, zuweilen sogar das Hässliche zum Vorbild gemacht, und das Schöne scheint zum Kitsch abgesunken. Es überlebt in den farbenfrohen Bildern, wie man sie am Montmartre und in den Kaufhäusern sehen kann, oder in den sentimentalen Darbietungen volkstümlicher Sendungen und der Eurovision. Und doch ist Schönheit als Ideal aus den Künsten nicht verschwunden, und wäre es nur noch der Pol, von dem man sich abstößt.

„Schönheit!“, die neue Veranstaltungsreihe der Freien Akademie, will das Phänomen genauer betrachten und stellt die Frage, was Schönheit in den Künsten noch oder wieder bedeutet. Die Reihe begann mit einem Gespräch zwischen den Komponisten Helmut Lachenmann und Manfred Stahnke, gefolgt von einem Vortrag Jan-Philipp Reemtsmas, der nach dem Schönen in der Literatur fragte. Der dritte Teil widmet sich der vielleicht schönsten der 'Schönen Künste" - der Bildenden Kunst. Zu Gast ist der Leipziger Maler Michael Triegel - einem breiten Publikum durch sein offizielles Porträt Papst Benediks XVI und einem wohl kleineren durch seinen Essay "Die andere Freiheit " bekannt, in dem er seine Gedanken zum Thema zusammengefasst hat.

Es folgen weitere Abende mit dem Lyriker Jan Wagner sowie über das Schöne in der Architektur.